Seit einem Jahr ist Stefan Bollinger CEO von Julius Bär. Personell hat er bereits mehrere Weichenstellungen vorgenommen. Nun kommt es erneut zu einem wichtigen Wechsel, der die Bank verändern wird: Nic Dreckmann wird seine Ämter als COO und stellvertretender CEO von Julius Bär per 13. April 2026 im gegenseitigen Einvernehmen abgeben, wie es heisst. Das teilte die Bank am Mittwoch mit. Nach einer Übergabe wird Dreckmann die Bank im Sommer 2026 verlassen, um sich neuen Aufgaben ausserhalb der Gruppe zu widmen.
Seine Nachfolge als COO übernimmt Jean Nabaa, der sein Amt im April antritt. Nabaa wechselt von der HSBC zu Julius Bär. Bei der britischen Grossbank war er zuletzt als COO International Wealth and Premier Banking sowie als COO Global Private Banking tätig. Er ist Schweizer Staatsbürger und hat einen McKinsey-Hintergrund.
Nic Dreckmann arbeitet seit über 20 Jahren für die Zürcher Privatbank. Im Februar 2024 hatte er nach dem Rücktritt von Philipp Rickenbacher interimistisch die Leitung der Bank als CEO übernommen. Rickenbacher war im Zusammenhang mit hohen Abschreibungen mit Benko-Krediten zurückgetreten. Nach der Übernahme des CEO-Amts durch Bollinger rückte Dreckmann wieder in die zweite Führungsebene. Dreckmann verfügte über breiten Rückhalt in der Belegschaft.
Zudem hat Bollinger die Rolle Group Communications neu besetzt. Nach dem Rücktritt von Larissa Alghisi per Ende Jahr übernimmt Cindy Leggett-Flynn diese Funktion. Sie stösst im laufenden Monat zur Bank und wird direkt an CEO Stefan Bollinger berichten. Die US-Amerikanerin kam Mitte Januar 2023 zu Credit Suisse – nur zwei Monate bevor diese zusammenbrach. Sie übernahm damals die Kommunikationsleitung von Rob Cox, der heute als freischaffender Spin Doctor für die UBS tätig ist.

