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Die Zürcher Privatbank Julius Bär hat in den ersten vier Monaten 2026 von den Märkten profitiert. CEO Stefan Bollinger baut erneut die Geschäftsleitung um.
22. Mai 2026 • red.

Julius Bär hat in den ersten vier Monaten 2026 von einer «ausserordentlichen Kundenaktivität» profitiert und ihre Profitabilität verbessert. Die Bruttomarge stieg auf 90 Basispunkte nach einem bereinigten Niveau von 80 Basispunkten im zweiten Halbjahr 2025. Die Vorsteuermarge erhöhte sich auf 32 Basispunkte nach bereinigten 26 Basispunkten im zweiten Halbjahr 2025. Treiber waren vor allem höhere transaktionsabhängige Erträge, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 62 Prozent.

Die verwalteten Vermögen erreichten mit 528 Milliarden Franken einen Rekordwert. Einen Wermutstropfen bilden die Neugelder: Mit drei Milliarden Franken beziehungsweise einer annualisierten Wachstumsrate von 1,7 Prozent liegen sie klar hinter den mittelfristigen Zielen der Bank zurück. Julius Bär begründet dies mit der «fortgesetzten Umsetzung» des umfassend überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens der Gruppe, der Unsicherheit infolge des anhaltenden Nahostkonflikts sowie mit einer «Pause beim Releveraging» durch Kunden.

Weiterhin im Umbau befindet sich die Konzernleitung unter dem Vorsitz von CEO Stefan Bollinger. Thomas Frauenlob, Co-Head Region Western Markets & Switzerland, und Rajesh Manwani, Co-Head Global Products & Solutions, ziehen per 1. Juni 2026 in die Geschäftsleitung ein. Diese Veränderung stärke die Geschäftsleitung weiter und gewährleiste ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gruppenfunktionen sowie Kunden- und Produktvertretung, schreibt die Bank. Dagegen gehört die Funktion des Group General Counsel künftig nicht mehr der Konzernleitung an. Chefjurist Christoph Hiestand bleibt jedoch direkt dem CEO unterstellt.

Stefan Bollinger nimmt damit zurück, was er vor einem Jahr durchzog: Die komplette Entfernung von Markt- und Produktverantwortlichen aus der Geschäftsleitung. Mit Frauenlob und Manwani kommen nun zwei Vertreter wieder an Bord.

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