Gelwäscherei-Untersuchung
Die Bundesanwaltschaft hat Voruntersuchung zur MBaer Merchant Bank aufgenommen. Noch hat sie kein formelles Verfahren eröffnet.
2. April 2026 • red.

Mit dem Fall MBaer beschäftigt sich auch die Bundesanwaltschaft (BA). Auf die behördliche Schliessung der Zürcher Bank und die von der Finma sanktionierten schweren Verstösse gegen die Geldwäschereivorschriften angesprochen, sagte Bundesanwalt Stefan Blättler am Donnerstag: «Der Fall liegt bei uns.» Ihm seien die Vorwürfe bekannt.

Noch ist aber kein formelles Strafverfahren eröffnet. Die Aussagen des Bundesanwalts deuten aber darauf hin, dass dies demnächst der Fall sein dürfte. Zumal die internationale Dimension des Falls mit Kundenbeziehungen in Russland, Venezuela und Iran klar eine Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft für die Strafverfolgung begründen. Bisher war nicht bekannt, ob die Finma eine Strafanzeige bei der BA eingereicht hat.

Der Finanzregulator hat der Zürcher Bank vor einem Monat die Lizenz entzogen. Zuvor drohte die US‑Behörde FinCEN, MBaer vom Dollar-Raum auszuschliessen. Die Bank habe im Auftrag illegaler Akteure mit Verbindungen zum Iran und zu Russland über hundert Millionen Dollar durch das US-Finanzsystem geschleust, hiess es.

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