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Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat im ersten Halbjahr ihren Gewinn dank eines Sondereffekts um 10,4 Prozent gesteigert. Auch im Hypothekargeschäft wächst die Staatsbank über dem Markt.
29. August 2025 • red.

Die Hypothekarforderungen legten gegenüber Ende 2024 um 2,5 Milliarden Franken oder 2,4 Prozent auf 109,1 Milliarden zu. Gleichzeitig stiegen die Kundeneinlagen von 107 auf 109 Milliarden Franken. Die Zinserträge gingen dagegen zurück und sanken von 858 auf 822 Millionen Franken.

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 530 Millionen Franken. Erwartungsgemäss eingeschenkt hat das Handelsgeschäft – im Gegenteil: Der Erfolg stieg von 177 auf 233 Millionen Franken. Insgesamt kletterte der Betriebsertrag um 2,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken. Die Aufwendungen nahmen leicht stärker zu (+2,6 Prozent), was zu einer marginalen Verschlechterung der Cost-Income-Ratio auf 54,7 Prozent führte. Der Konzerngewinn vor Steuern erreichte 761 Millionen Franken und liegt damit 10,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 689 Millionen.

Die Kundenvermögen wuchsen um 2,4 Prozent auf 534,4 Milliarden Franken. Davon entfielen 69,3 Milliarden auf Custody-Vermögen. Unter dem Strich flossen der ZKB im ersten Halbjahr 7,4 Milliarden Franken an Neugeldern zu. Damit konnte die Bank den Abfluss aus dem Verkauf ihrer Österreich-Beteiligung (–3,2 Milliarden) mehr als wettmachen. Dieser Verkauf brachte zudem einen Sondergewinn von 56 Millionen Franken. Ohne diesen Zustupf wäre das Gewinnwachstum deutlich geringer ausgefallen.

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