Bei der Grossbank beginnt wohl eine der grössten Umetikettierungsaktionen, die die Schweiz je gesehen hat.
5. Juni 2024 • Beat Schmid

UBS und Credit Suisse verfügen über ein grosses Fondsgeschäft, das im Zuge der Integration unter ein Dach kommt. Die Zusammenführung ist aufgrund der Grösse und der Vielfalt der Produkte äusserst komplex. Neben vielen technischen Fragen stellt sich auch eine ganz einfache: Was passiert mit den Namen der Fonds, unter welchem Label sollen sie künftig angeboten werden?

Es gibt Stimmen innerhalb der Grossbank, die den Status quo begrüssen würden. Das heisst: Die Credit Suisse Fonds tragen weiterhin ihren Namen. Das würde bedeuten, dass die Marke Credit Suisse auch in Zukunft bestehen bleibt. Auch wenn alle Retailfilialen in der Schweiz die blau-weissen Schriftzüge abmontiert hätten. Doch so weit wird es nach Recherchen nicht kommen. Laut einer Quelle wird die Bank die allermeisten CS-Fondsprodukte auf UBS umetikettieren.

Damit beginnt wohl eine der grössten Umetikettierungsaktionen, die es in der Schweiz je gegeben hat. Zurzeit bietet die Credit Suisse ihren Schweizer Kundinnen und Kunden 1449 Produkte auf ihrer CS-Fundsearch-Datenbank an. Bei der UBS sind es 1017 Produkte. Das Rebranding soll in mehreren Schritten erfolgen.

Allerdings werden nicht alle CS-Fonds umbenannt. Einige werden mit UBS-eigenen Produkten fusioniert oder aufgelöst. Ausgemustert werden Fonds aufgrund ihrer Grösse (zu klein), oder weil sie nicht zur Produktstrategie des UBS-Asset-Managements passen. Eine UBS-Sprecherin lehnt eine Stellungnahme ab.

Erst letzte Woche wurde eine prominente Umetikettierung bekannt. Wie die UBS mitteilte, wird der Credit Suisse Rockefeller Ocean Engagement Fund im neu lancierten UBS Rockefeller Ocean Engagement Fund aufgehen. Für die UBS bedeute der Ocean Fund eine Erweiterung des thematischen Angebots, hiess es in einer Mitteilung.

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