Märkte
Der Krieg gegen den Iran hat den Brent-Preis im vergangenen Monat um 59 Prozent steigen lassen. Schwer getroffen hat das vor allem die Märkte in Asien. Angst vor höherer Inflation und schwächerem Wachstum belastet.
31. März 2026 • red.

Der Krieg im Nahen Osten hat den Ölpreis im ablaufenden Monat auf ein Rekordhoch getrieben und die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt. Anleger fürchten eine höhere Inflation und ein langsameres Wirtschaftswachstum. Der Preis für die Nordseesorte Brent legte im März um rund 59 Prozent zu. Das ist der grösste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der von den USA und Israel angezettelte Krieg hat zum bislang grössten monatlichen Wertverlust in der Geschichte geführt: An den globalen Aktienmärkten belaufen sich die Verluste bislang auf 12 Billionen US-Dollar. Besonders hart getroffen sind die asiatischen Börsen, die auf den stärksten monatlichen Verlust seit 2022 zusteuern.

Der japanische Nikkei-Index verlor im März 12,6 Prozent. Am Dienstag notierte er 0,1 Prozent schwächer bei 51’820 Punkten. Der sogenannte CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen stieg um 0,4 Prozent auf 5133 Punkte. In Südkorea gab der Kospi um 1,7 Prozent auf 5187 Punkte nach.

Will Trump den Krieg beenden

Für eine leichte Erholung sorgten Berichte, wonach US-Präsident Trump bereit sei, den Militäreinsatz gegen den Iran zu beenden – ohne auf die Öffnung der Strasse von Hormus durchzusetzen. Gleichzeitig beschoss der Iran in der Nacht auf Dienstag einen voll beladenen kuwaitischen Öltanker im Ankergebiet des Hafens von Dubai, wodurch der Rumpf beschädigt wurde und an Bord ein Feuer ausbrach.

Am Devisenmarkt gewann der Dollar leicht auf 159,65 Yen und 6,90 Yuan. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,15 Dollar. Im Monatsverlauf legte der Dollar um rund 2,9 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Gewinn seit acht Monaten.

Die Ölpreise gaben am Dienstag leicht nach. Die Brent-Futures verbilligten sich um 0,6 Prozent auf 112,05 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,8 Prozent schwächer bei 102,08 Dollar. Der Goldpreis stieg um 0,6 Prozent auf 4’538,07 Dollar je Feinunze.

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