Spitzkehre bei digitalen Assets
Die Grossbank plant gemäss einem Medienbericht, ausgewählten Private-Banking-Kunden den Zugang zu Kryptowährungen wie Bitcoin zu ermöglichen.
26. Januar 2026 • Beat Schmid

Die UBS soll derzeit potenzielle Partner für das geplante Krypto-Angebot evaluieren, schreibt Bloomberg. In einer ersten Phase sollen ausgewählte Private-Banking-Kunden in der Schweiz die Möglichkeit erhalten, Bitcoin und Ether zu kaufen und zu verkaufen. Später könnte das Angebot auf weitere Märkte ausgeweitet werden, darunter die Asien-Pazifik-Region sowie die USA.

Die geplante Öffnung der UBS für Kryptowährungen kann als Reaktion auf die steigende Nachfrage vermögender Kunden nach digitalen Vermögenswerten gesehen werden.

Die UBS ist im Bereich Krypto eine Nachzüglerin. Viele Banken in der Schweiz bieten ihren Kunden bereits Zugang zu Kryptowährungen. Auch grosse US-Banken zeigen sich offener: JP Morgan erwägt offenbar, institutionellen Kunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Morgan Stanley kündigte an, ab der ersten Hälfte dieses Jahres den Krypto-Handel über seine E*Trade-Plattform zu ermöglichen.

Eine Sprecherin der UBS nahm nicht direkt Stellung zum Bericht: «Im Rahmen unserer Digital-Asset-Strategie beobachten wir Entwicklungen aktiv und prüfen Initiativen, die den Kundenbedürfnissen, regulatorischen Vorgaben, Markttrends sowie soliden Risikokontrollen Rechnung tragen.» Weiter erklärte die Bank, sie erkenne die Bedeutung von Distributed-Ledger-Technologien wie der Blockchain, die digitalen Vermögenswerten zugrunde liegen.

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