Versicherungen
Während sich Mario Greco mit einer milliardenschweren Transaktion in Grossbritannien aufhält, hat der Heimmarkt mit Problemen zu kämpfen. Jetzt hat der CEO den Hut genommen.
11. März 2026 • Beat Schmid

Dass es auf höchster personeller Ebene bei Zurich Schweiz zu einem Wechsel kommen könnte, bahnte sich seit einiger Zeit an. Nun ist es passiert: Zurich-Schweiz-CEO Juan Beer hat das Unternehmen verlassen, wie die Zurich am Dienstagabend bekanntgab. Interimistisch hat seine Funktion Urs Lüthy übernommen, der Head Commercial Insurance bei Zurich Schweiz.

Juan Beer hatte 2018 den CEO-Schweiz-Posten übernommen – jetzt ist er weg, nach 35 Jahren im Konzern. Er werde sich neuen Aufgaben ausserhalb des Versicherungskonzerns widmen, heisst es.

Bei Zurich Schweiz herrscht seit einiger Zeit Unruhe, wie aus dem Innern zu hören ist. Das lässt sich auch an zahlreichen Neubesetzungen und Wechseln in der Geschäftsleitung der Schweizer Niederlassung ablesen. Chief Claims Officer Armin Betschart ist seit 1. Dezember 2025 im Amt. Ebenso Thorsten Schneidewind, der neue Head of Life, der von Sandro Meyer übernahm. Seit 1. Januar 2026 sitzt Constance Reschke als Chief Risk Officer in der Geschäftsleitung des Schweizer Heimmarktes.

Kein Glück im Heimmarkt

Wie tippinpoint im Januar 2026 schrieb, gilt Philomena Colatrella in Branchenkreisen als eine mögliche Kandidatin für die Nachfolge von Beer. Colatrella war viele Jahre CEO des Krankenversicherers CSS und sass zuletzt im Verwaltungsrat von Swiss Life. Dort gab sie im Januar überraschend und per sofort ihren Rücktritt bekannt. Sie werde im Frühjahr 2026 ein neues Mandat innerhalb der Versicherungsbranche übernehmen, hiess es.

Group-CEO Mario Greco hat auf Konzernebene zwar einen guten Lauf und ist derzeit mit der milliardenschweren Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley beschäftigt. Doch in der Schweiz fehlte ihm zuletzt das Glück. Besonders ärgerlich für den Versicherungsmanager ist, dass er Baloise nicht kaufen konnte. Stattdessen fusionierte das Unternehmen mit Helvetia und macht nun der Zurich den zweiten Platz im Schweizer Markt hinter Axa streitig.

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