Die LGT und die Liechtensteinische Landesbank (LLB) haben gemeinsam das Liechtensteinische Pfandbriefinstitut (LPBI) gegründet. Damit können Pfandbriefe aus Liechtenstein emittiert werden – Anleihen, die durch Hypotheken auf liechtensteinische Liegenschaften gesichert sind.
Das LPBI ermöglicht es den Banken, Pfandbriefe über eine gemeinsame Plattform zu platzieren. Rechtliche Grundlage bildet das Pfandbriefgesetz, das seit April 2025 in Kraft ist. In den kommenden Monaten sollen die die ersten Emissionen begeben werden.
Mit der Verbriefung von Hypotheken erschliessen sich die Banken eine neue Funding-Quelle. Für institutionelle Anleger bietet sich die Möglichkeit, in den Immobilienmarkt zu diversifizieren, ohne dabei direkt ins Hypothekargeschäft einzusteigen.
Die Schweiz kennt seit vielen Jahrzehnten entsprechende Vehikel, die Pfandbriefzentrale der Kantonalbanken sowie die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute AG, die vor bald 100 Jahren gegründet wurde.
Michael Bürge, CFO der LGT Group, spricht von einem wichtigen Schritt für den Finanzplatz: Das neue Pfandbriefinstitut erhöhe die Stabilität und schaffe zusätzliche Refinanzierungsoptionen. LLB-CEO Christoph Reich betont die strategische Dimension der Kooperation.
Die operative Führung des LPBI liegt bei einer Co-Geschäftsleitung: Georg Stöckl von LGT übernimmt die Rolle des CEO, Bettina Halter von LLB jene der CRO. Präsident des Verwaltungsrat ist Christoph Reich, Vizepräsident ist Michael Bürge. Ebenfalls im Board sind Daniel Bose (LGT), Andreas Oehler (LLB) und Karl Laternser (BEWERA AG).

