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Die deutsche Grossbank legt ein Engagement über 26 Milliarden Euro im Private-Credit-Markt offen. Die Aktien tauchte ab.
13. März 2026 • red.

Die Deutsche Bank ist im umstrittenen Private-Credit-Markt mit 26 Milliarden Euro engagiert. Das hat die Grossbank in ihrem Geschäftsbericht für 2025 offengelegt. Darin heisst es, dass Finanzierungen für Private-Credit-Fonds «aufgrund jüngster Zahlungsausfälle einer verstärkten Wachsamkeit unterliegen». Die Aktie der Deutschen Bank brach am Donnerstag bis zum Nachmittag um mehr als sechs Prozent ein.

Immer mehr Anlagevehikel haben mit hohen Mittelabflüssen zu kämpfen, gleichzeitig überdenken traditionelle Banken ihr Engagement. So wurde am Mittwoch bekannt, dass die grösste US-Bank JP Morgan die Vergabe von Krediten an Private-Debt-Fonds zurückfahren will. Die UBS trennte sich Ende 2025 von O’Connor-Vehikeln, die zu Verlusten geführt hatten.

Der wachsende Schattenbankenmarkt könnte zunehmend zu einem Problem für die Finanzstabilität werden. Weil es an Transparenz fehlt, laufen weltweit Bestrebungen, die Datenlage von sogenannten nichtbanklichen Finanzintermediären (NBFI) zu verbessern und damit etwa die Aussagekraft von Risikobewertungen zu erhöhen.

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