Probleme mit der BZ Bank
Die Ostschweizer Kantonalbank hat ein Problem mit ihrer Beteiligung BZ Bank. Ein Kunde wirft der Bank und ihren Organen «Pflichtverletzungen» vor.
4. Mai 2026 • Beat Schmid

Die Graubündner Kantonalbank (GKB) ist mit einer Klage im «mittleren dreistelligen Millionenbereich» konfrontiert, wie die Bank in einer Pflichtveröffentlichung mitteilt. Die GKB nehme Kenntnis von einer gegen ihre Tochtergesellschaft BZ Bank Aktiengesellschaft, gegen ehemalige und aktuelle Organe der BZ Bank Aktiengesellschaft sowie gegen die GKB eingereichten Klage.

Die Klage steht im Zusammenhang mit einer Kundenbeziehung und einem von der BZ Bank verwalteten Anlageprodukt, wie die Bank weiter mitteilt. Der Kläger wirft der Bank und den Organen «Pflichtverletzungen» vor. Der Forderungsbetrag bewegt sich im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Die GKB und die BZ Bank Aktiengesellschaft erachten die Vorwürfe als unbegründet und bestreiten die Forderungen, heisst es weiter. Man werde sich im Verfahren entsprechend verteidigen. Eingereicht wurde die Klage mittels Schlichtungsgesuch beim Vermittleramt Höfe.

Die BZ Bank Aktiengesellschaft wurde 1985 von Martin Ebner gegründet. 2022 kaufte die GKB 70 Prozent der Bank auf – Anfang 2025 die restlichen 30 Prozent. Verwaltungsratspräsident der BZ Bank ist der frühere GKB-Finanzchef Andreas Lötscher. An der Spitze der GKB steht seit 2025 der frühere Raiffeisen-Chef Heinz Huber. Dieser löste Peter Fanconi ab, der ein Jahr früher als vorgesehen zurücktrat. Fanconi war seit 2014 Verwaltungsratspräsident der GKB und ist wegen Verstrickungen im Zusammenhang mit René Benko unter Druck geraten.

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