Spotify verfolgt offenbar Pläne, ihren Streaming-Dienst mit Blockchain-Technologien und nicht-fungiblen Tokens auszustatten. Zwei Stellenausschreibungen auf Linkedin zeigen, dass Spotify Mitarbeiter für Projekte sucht, die mit "Web3" zu tun haben, wie verschiedene Kryptoplattformen schreiben. Unter Web3 wird ein Blockchain-basiertes Netzwerk bezeichnet, das die Dominanz Techplattformen wie Facebook oder eben auch Spotify brechen soll.
NFTs nutzen die Blockchain-Technologie, um Besitzrechte an digitalen Vermögenswerten zu schützen. Die überwiegende Mehrheit der im vergangenen Jahr gehandelten NFTs im Wert von 17,7 Milliarden Dollar entfiel laut der Website Nonfungible.com auf visuelle Kunst, Spiele und Sammlerstücke.
Musik-NTFs sollen 2022 das grosse Ding werden
Der boomende NFT-Markt hat sich den letzten Wochen jedoch deutlich abgekühlt. Doch in der Kryptoindustrie ist die Hoffnung ungebrochen, dass sich Musik neue Anwendung für NFTs in diesem Jahr durchsetzen wird. Dazu könnte der Verkauf digitaler Alben gehören oder die Verwendung von NFTs für Konzertrabatte, für Merchandise oder zum Ausstellen von Backstage-Pässen.
Einiges ist bereits im Tun: Kings of Leon und Grimes haben bereits NFTs von ihrer Songs verkauft. Die grossen Labels wie Warner und Universal sind Partnerschaften mit NFT-Projekten eingegangen. Musiker wie der Rapper Snoop Dogg haben sich fleissige NFT-Sammlern geoutet.
Krypto-Startups fordern Streaming-Dienste heraus
Auch gibt es bereits Start-ups, die Streaming-Dienste wie Spotify herausfordern. Royal und Catalog etwa verkaufen NFTs von Musikern. Sie promoten Krypto-Tokens als attraktive Alternative zu Streaming-Diensten, die für jedes Abspielen eines Songs kleine Geldbeträge auszahlen.
In der Stellenausschreibung von Spotify wird nach einem oder einer "Senior Backend Engineer" für ein "experimentellen Wachstumsteam" in New York gesucht, das sich um Wachstumstechnologien wie Web3 kümmert. Das Inserat wurde vor zwei Wochen aufgeschaltet, bisher haben sich 71 Personen darauf beworben.

