Die Credit Suisse und andere Parteien wehren sich gegen eine Klage der Republik Mosambik wegen ihrer Rolle bei der Vermittlung von Krediten und Anleihen in Höhe von 2 Mrd. USD für das Land im Jahr 2013. Ein Zivilprozess soll im September vor dem High Court beginnen.
In ihrem Antrag an den High Court argumentierte die Credit Suisse, dass ein fairer Prozess nicht möglich sei, weil Mosambik Dokumente aus dem Büro des Präsidenten und des staatlichen Geheimdienstes nicht offengelegt habe. Ein CS-Anwalt erklärte vor Gericht, dass die Verstösse «schwerwiegend» seien und das Ergebnis von «Entscheidungen der Republik, welche Dokumente sie offenlegen wolle», wie die Financial Times berichtet. In ihrer schriftlichen Argumentation behauptete die Credit Suisse, dass Mosambik «weiterhin gegen seine Offenlegungspflichten verstösst» und dass die Verstösse «vorsätzlich» seien. «Sie haben zur Folge, dass die Republik Mosambik jede Möglichkeit eines fairen Verfahrens in dem von ihr angestrengten Verfahren ausschliesst», so die Bank.
Mosambik erklärte bei der Anhörung, es sei «weder richtig noch fair, die Republik als widerspenstige Prozesspartei zu bezeichnen, die sich einer ordnungsgemässen Offenlegung widersetzt». In seiner schriftlichen Argumentation erklärte das afrikanische Land, dass es «grosse Anstrengungen» unternommen habe, um Dokumente zu erhalten, und dass der Antrag der Bank «den erheblichen Anstrengungen der Republik, die enormen Herausforderungen der Offenlegung zu bewältigen, kein Gewicht verleiht».
Zudem sei die Behauptung, dass eine beträchtliche Menge relevanter Dokumente bei der Offenlegung fehlen könnte, übertrieben und falsch.