Die Abteilung Financial Markets Advisory Group von Blackrock hat in den letzten beiden Wochen ein umfangreiches Paket von Wertpapieren der Credit Suisse verkauft. Dabei handelt es sich um gebündelte Kreditverpflichtungen (Collateralized Loan Obligations, CLOs), verbriefte Gewerbeimmobilien-Hypotheken sowie andere, eher exotische Schuldverschreibungen.
Wie Bloomberg schreibt, sollen sich in dem Wertpapierbündel der CS auch Anleihen befinden, die durch Auto-, Kreditkarten-, Studenten- und Flugzeugkredite besichert sind. Wie hoch das Volumen der Credit Suisse ist, darüber macht Bloomberg nur vage Angaben. Es wird die Summe von mindestens 300 Millionen Dollar genannt.
Die Credit Suisse hat bereits im vergangenen Oktober angekündigt, ihr Legacy-Kreditbuch in der Investmentbank deutlich herunterzufahren. Vor bald einem Monat wurde die Bank an die UBS notverkauft.
Erfahrung in der Verwertung von Altlasten
Blackrock erhielt vor kurzem den Auftrag der US-Regierung, Aktiven in der Höhe von 114 Milliarden Dollar der beiden kollabierten US-Institute Signature Bank und Silicon Valley Bank zu verkaufen. Der Vermögensverwalter macht dies im Auftrag der US-Einlagensicherung.
Der US-Finanzkoloss hat langjährige Erfahrung in der Verwertung von Finanzaltlasten. In der Finanzkrise von 2008 erhielt das Unternehmen den Auftrag, 130 Milliarden Dollar von Kreditverschreibungen von Bear Stearns und des Versicherungskonzerns AIG zu verwerten.