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Die Innerschweizer Kantonalbank schichtet ihr Hypothekenportfolio um. Das Nachsehen haben professionelle Immobilieninvestoren.
2. Februar 2026 • Beat Schmid

In fast allen Geschäftsbereichen zeigen die Zahlen der Zuger Kantonalbank nach oben. Zinsengeschäft legte zu, ebenso das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie der Handel. Auch bei den Kundengeldern konnte die Bank nach einem Taucher im letzten Jahr wieder aufholen. Die Erträge stiegen um 4,3 Prozent auf 328 Millionen Franken. Unter dem Strich kletterte der Konzerngewinn um 7,1 Prozent auf 131 Millionen Franken.

Im Kreditgeschäft dagegen ist die Bank auf die Bremse getreten. Die Ausleihungen sind um 2 Prozent auf 15,3 Milliarden Franken gesunken. Die Hypothekenforderungen sind per Ende 2025 um 1,3 Prozent oder knapp 200 Millionen Franken gesunken. Das ist erstaunlich in einem Immobilienmarkt, der seit Jahren nach oben zeigt.

Der Grund dafür ist, dass die Zuger KB gemäss eigenen Angaben «margenschwache» Finanzierungen bei institutionellen Immobilieninvestoren bewusst reduziert hat. Die Bank fokussiere auf das Eigenheimgeschäft, das ausgebaut werde. Mit diesen «Verschiebungen im Hypothekarportfolio» könne insgesamt die Belehnungshöhe optimiert werden, heisst es weiter. Genauere Angaben macht die Bank dazu nicht.

Wegfall der Credit Suisse macht sich bemerkbar

Mit dieser Umschichtung folgt die Zuger KB einem Branchentrend. Nach dem Wegfall der Credit Suisse konnte die Banken ihre Margen erhöhen. Damit hat sich Wettbewerbssituation insgesamt verschlechtert. Spürbar ist dies insbesondere bei Firmenkrediten sowie bei Finanzierungen für professionelle Immobilieninvestoren.

Hyrock, ein Hypothekenvermittler im Profi- und Privatkundensegment, hat die Entwicklung in der Schweizer Bau- und Immobilienbranche kürzlich kritisch beurteilt: Die staatliche Regulierung (Basel III) sowie die zunehmende Zurückhaltung finanzierender Banken würden für Gegenwind bei Bauprojekten sorgen, teilte das Unternehmen letzte Woche mit.

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