Kapitalerhöhung
Offenbar will auch der katarische Staatsfonds seinen Anteil an der Bank erhöhen. Der Einfluss arabischer Aktionäre wird so gross wie nie.
2. November 2022 • red.

Investoren aus dem arabischen Raum stehen Schlange, um sich einen Anteil an der Schweizer Bank zu sichern. Jetzt will offenbar auch die Qatar Investment Authority (QIA) ihren Anteil an der Credit Suisse erhöhen. Zusammen mit der Saudi National Bank werde sie an der Kapitalerhöhung für qualifizierte Anleger teilnehmen, schreibt die Financial Times am Mittwoch.

Die Credit Suisse hat letzte Woche eine Kapitalerhöhung im Umfang von 4 Milliarden Franken angekündigt. Davon wird der kleinere Teil (1,76 Milliarden) sogenannten qualifizierte Aktionären angeboten. Die bestehenden Aktionäre bekommen für diese Tranche keine Bezugsrechte. Der grösste Teil davon (1,5 Milliarden) hat sich die Saudi National Bank gesichert.

Der Staatsfonds QIA, der bereits rund 5 Prozent an der Credit Suisse besitzt, will nun einen Teil der Restmenge kaufen. Zudem soll sich als dritter Investor eine Schweizer Gruppe beteiligen. Um wen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Es soll sich um keine Bank handeln, heisst es.

Die Olayan Gruppe im Besitz einer reichen saudischen Familie werde sich auch nicht an der Aktienplatzierung beteiligen, sondern ihren Anteil von rund 5 Prozent durch die Bezugsrechtsemission halten. Wenn die Kapitalerhöhung so über die Bühne gehen würde, hätten die Investoren aus Saudi-Arabien und Qatar danach einen Anteil zwischen 20 und knapp 22 Prozent an der zweitgrössten Schweizer Bank.