Trotz Turbulenzen will Swiss-Life-Chef Patrick Frost an den Zielen festhalten

Der Versicherungskonzern zeigt sich einigermassen unbeeindruckt von den Verwerfungen der letzten Monate. Das Immobilienportefeuille erzielte höhere Bewertungen.

Trotz Turbulenzen will Swiss-Life-Chef Patrick Frost an den Zielen festhalten
Patrick Frost steht seit über acht Jahren an der Spitze von Swiss Life. (Quelle: HO)

Vor drei Jahren hat Swiss Life entschieden, die Einkunftsströme zu diversifizieren. Zu diesem Zweck sollte das sogenannte Fee-Geschäft neben den klassischen Prämieneinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft zu einem wichtigen Ertragspfeiler ausgebaut werden.

Langsam scheint die Strategie Konturen anzunehmen. In den ersten neun Monaten legten die Gebühren-Einnahmen jedenfalls zu. Swiss Life nahm mit Finanzberatungen oder der Vermögensverwaltung für PKs total 1,75 Milliarden Franken ein, was ein Plus von 7 Prozent gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr entspricht.

Im Versicherungsgeschäft hingegen stiegen die Prämieneinnahmen im Heimmarkt um 1 Prozent auf 7,8 Milliarden Franken. Die Prämieneinnahmen der gesamten Gruppe gingen um 1 Prozent auf 15,0 Milliarden Franken zurück. Das Versicherungsgeschäft bleibt der mit Abstand bedeutendste Ertragslieferant.

Immobilien höher bewertet

Bei den Anlagen erzielte Swiss Life bis September trotz schwieriger Märkte robuste direkte Anlageerträge von 2,88 Milliarden Franken nach 2,95 Milliarden im vergangenen Jahr. Die Nettoanlagerendite lag nach neun Monaten auf nicht annualisierter Basis bei 2,4 Prozent. Im letzten Jahr lag dieser Wert bei 2 Prozent.

Konzernchef Patrick Frost sieht das Unternehmen “gut unterwegs” und bekräftigte die finanziellen Ziele. “Wir entwickeln Swiss Life auch in Zeiten mit höheren Zins- und Inflationsraten erfolgreich weiter”, sagte er. Wie Frost sagte, konnte die Gruppe im Immobilienportfolio die Leerstände von 4,5 Prozent auf 4,2 Prozent senken. Laut Frost verzeichnete das Portfolio “auch höhere Bewertungen”.

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