Sergio Ermotti strebt die rechtliche Fusion mit der Credit Suisse für den Mai 2024 an

Die Fusion der UBS AG mit der Credit Suisse AG soll im Mai 2024 vollzogen werden. Damit wird die rechtliche Grundlage für die Migration der Kundinnen und Kunden von der CS zur UBS geschaffen.

Sergio Ermotti strebt die rechtliche Fusion mit der Credit Suisse für den Mai 2024 an
Sergio Ermotti strebt die rechtliche Fusion mit der Credit Suisse für den Mai 2024 an (Quelle: Screenshot Blick-TV)

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti drückt aufs Gaspedal. Im Mai 2024 soll die formelle Fusion der beiden operativen Einheiten der beiden Grossbanken, die Credit Suisse AG und UBS AG, vollzogen werden. Das sagen Personen, die mit den internen Abläufen der Bank vertraut sind. Der Mai 2024 ist einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur künftig einzigen und damit letzten Schweizer Grossbank.

Das Datum ist wichtig, denn erst wenn die rechtliche Fusion vollzogen ist, kann die UBS beispielsweise damit beginnen, Kunden von der Credit Suisse zur UBS zu transferieren. Jetzt kann sie das noch nicht – oder es wäre umständlich, weil die Kunden einen formellen Onboarding-Prozess durchlaufen müssten. Das macht keinen Sinn.

Bisher war nur bekannt, dass der rechtliche Abschluss der Integration im Laufe des Jahres 2024 erwartet wird. So formuliert es die Credit Suisse in einem Q&A auf ihrer Website. Bis zur Integration werde sich im Tagesgeschäft grundsätzlich wenig ändern, da beide Banken weiterhin getrennt operieren würden, schreibt die CS ihren Kundinnen und Kunden.

Je schneller desto grösser die Einsparungen

Die UBS werde sich die «nötige Zeit» nehmen, um die «bestmöglichen Lösungen» zu erarbeiten. Viel mehr jedoch auch nicht. Hinter den Kulissen laufen die Integrationsarbeiten auf Hochtouren. Der Zeitdruck sei enorm. «Es wird heftig», sagt eine beteiligte Person. Wie genau sollen die Kundinnen und Kunden auf die UBS-Plattform gehievt werden, welches Buchungszentrum soll wann geschlossen werden?

Bereits bis Ende 2025 soll die Integration auch auf technischer Ebene abgeschlossen sein. Das ist eine Herkulesaufgabe. Die Credit Suisse verfügt über 13 Rechenzentren mit rund 100’000 Servern. Das Jahresbudget beträgt gut 3 Milliarden Franken. Je schneller es der UBS gelingt, diese Infrastruktur abzuschalten, desto mehr Geld kann sie sparen.

Auf dem Weg zur Übernahme der CS hat die UBS bisher drei wichtige Meilensteine erreicht:

19. März 2023: Ankündigung der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS zum Preis von 3 Milliarden Franken.

12. Juni 2023: UBS kündigt das sogenannte Legal Closing an, den rechtlichen Abschluss der Übernahme der beiden Holdinggesellschaften Credit Suisse Group AG durch die UBS Group AG.

31. August 2023: UBS gibt die vollständige Integration des Schweizer Geschäfts der Credit Suisse in die UBS bekannt.

Die UBS liess eine Anfrage um eine Stellungnahme unbeantwortet.

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