Während Europa debattiert, gewinnen Amerika und China an Dynamik. Europa ist wirtschaftlich zwar bedeutend mit vielen erfolgreichen Unternehmen. «Europa hat sehr viele Unternehmen, die in ihren Bereichen globale Champions sind», erklärt Philipp Lisibach.
Der Kontinent ist aber strukturell unter Druck. Zersplitterte Finanzmärkte, keine gemeinsame Verteidigung, und politische Entscheide, die Einstimmigkeit aller 27 Mitgliedstaaten erfordern.
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Europa muss seine Stärken mobilisieren
Doch der alte Kontinent hat Stärken, die es neu zu mobilisieren gilt: Industrietiefe, Binnenmarkt, Rechtsstaat, politische Stabilität und das Potenzial, geeint zu handeln, wenn die demokratischen Prozesse weiterentwickelt werden. «Ausserdem ist Europa im Umweltbereich in vielerlei Hinsicht Vorreiter», hebt Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm hervor.
Die beiden Experten diskutieren im Video, wie Europa seine Vorteile einsetzen kann, um strukturelle Schwachstellen zu beseitigen und fit für die Zukunft zu sein.
Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, Direktor KOF Institut und Professor für angewandte Wirtschaftsforschung, ETH Zürich
Jan-Egbert Sturm ist seit Oktober 2005 ordentlicher Professor für Angewandte Makroökonomie am Departement für Management, Technologie und Wirtschaft (D-MTEC) sowie Direktor des KOF Instituts an der ETH Zürich. Er ist Chefredakteur von Economic Systems und Mitglied verschiedener Ausschüsse und Gremien in der Schweiz und im Ausland.
Philipp Lisibach, CIO Europe, LGT Private Banking
Philipp Lisibach ist Chief Investment Officer Europe der LGT Bank Schweiz in Zürich. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die LGT Europe House View, welche die makroökonomischen Prognosen, die taktische Anlagepositionierung sowie Themeninvestments und Research beinhalten. Philipp Lisibach ist Vorsitzender des LGT Europe Anlageausschusses.

