Noch ist keine Trendwende in Sicht. Am Montag sind die Aktien von Partners Group weiter gefallen. Die Titel fielen im Handelsverlauf auf 669 Franken und unterschritten damit das Tief von Anfang Juni. Bereits am 3. Juni hatte die Aktie bei 671 Franken geschlossen. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 30 Prozent an Wert verloren. Die Aktien befinden sich nun auf dem tiefsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie.
Das Unternehmen kämpft bisher weitgehend erfolglos gegen den Sog der Märkte an. Auch scheinen die Stützungskäufe von Partners-Group-Gründer Fredy Gantner nicht zu fruchten. Gemäss Daten der SIX kauften Insider allein im Juni Aktien im Wert von rund 31 Millionen Franken. Bereits zuvor hatten sie mit umfangreichen Käufen versucht, den Kurs zu stützen. Seit Anfang Februar summieren sich die Insiderkäufe auf insgesamt 59,2 Millionen Franken.
Einen Ruck nach unten erlebten die Aktien Anfang Juni, als die Gruppe bei einem Fonds die Rücknahmeanträge beschränken musste. Beim Evergreen-Fonds Global Value SICAV lagen Rückforderungen von 9,8 Prozent des Nettoinventarwerts vor. Sie überstiegen damit deutlich die Schwelle von fünf Prozent, ab der der Fonds Rücknahmen begrenzen kann.
Die Begrenzung von Fondsrücknahmen gilt als Warnsignal, da sie auf einen erhöhten Liquiditätsbedarf der Anleger hindeuten. Private-Markets-Anlagen erleben derzeit schwierige Zeiten. Höhere Zinsen, ein schwächerer Markt für Unternehmensverkäufe und verzögerte Ausschüttungen erschweren vielen Fonds derzeit die Rückführung von Kapital an Investoren. Das trübt die Wachstumsaussichten von börsenkotierten Investoren wie Partners Group ein. Beim Zuger Investor kommen aber auch noch eine Reihe hauseigener Probleme hinzu.

