Investmentbanking
Auch Investmentbanken scheinen vom KI-Börsenboom erfasst zu werden. Davon profitiert die UBS. Die Fees sprudeln wie schon lange nicht mehr.
19. Juni 2026 • Beat Schmid

In den vergangenen fünf Handelstagen legten die UBS-Aktien um mehr als 8 Prozent auf 41.06 Franken zu. Damit notieren die Titel der Grossbank so hoch wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Und die Aufwärtsbewegung könnte noch eine Weile anhalten. Für Furore an den Märkten sorgt ein neues Kursziel des Jefferies-Analysten Joseph Dickerson. Er hält einen Anstieg der UBS-Aktie auf 60 Franken für möglich (zuvor 55 Franken) – das entspräche einem Kurspotenzial von rund 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

Gelingt der Aufstieg auf 60 Franken, wäre auch das Rekordhoch von etwas über 70 Franken pro Aktie nicht mehr allzu weit entfernt. Dieses Niveau erreichte die Grossbank in den Jahren 2006 und 2007, bevor die Aktie im Zuge der Finanzkrise auf eine steile Talfahrt ging und bis auf 10 Franken abstürzte.

Dickerson ist für seine optimistischen Einschätzungen bekannt. Bei der UBS verweist er auf die anhaltende Dynamik im US-Vermögensverwaltungsgeschäft, die starke Entwicklung der asiatischen Wealth-Management-Sparte sowie auf ein Investmentbanking, das seiner Ansicht nach über den richtigen Mix verfügt.

Den richtigen Mix

Gelingt der Aufstieg auf 60 Franken, wäre auch das Rekordhoch von etwas über 70 Franken pro Aktie nicht mehr allzu weit entfernt. Dieses Niveau erreichte die Grossbank in den Jahren 2006 und 2007, bevor die Aktie im Zuge der Finanzkrise auf eine steile Talfahrt ging und bis auf 10 Franken abstürzte.

Dickerson ist für seine optimistischen Einschätzungen bekannt. Bei der UBS verweist er auf die anhaltende Dynamik im US-Vermögensverwaltungsgeschäft, die starke Entwicklung der asiatischen Wealth-Management-Sparte sowie auf ein Investmentbanking, das seiner Ansicht nach über den richtigen Mix verfügt.

Das laufende Jahr entwickelt sich zu einem Boomjahr für Investmentbanken. Der amerikanische Aktienmarkt absorbiert eine beispiellose Welle neuer Aktienemissionen, angeführt von Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz sowie dem Mega-IPO von SpaceX. Im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen sprudeln die Fees der grossen Investmentbanken wie schon lange nicht mehr – im Schnitt liegen sie im ersten Quartal 2026 über knapp 50 Prozent über dem gleichen Zeitraum im Vorjahr (siehe Chart).

Auch die Investmentbank der UBS kann davon profitieren. Im ersten Quartal 2026 nahm sie Gebühren von knapp 150 Millionen Dollar ein – 150 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Damit war erste Quartal war eines der profitabelsten in der Geschichte der Abteilung.

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