Krypto
Nach dem Kollaps der osteuropäischen Kryptobörse hat der Veranstalter des Radrennens das Sponsoring mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Derweil tauchen neue Vorwürfe gegen Zondacrypto-CEO Przemysław Kral auf.
6. Mai 2026 • Beat Schmid

Es zeichnete sich ab: Die Kryptohandelsplattform Zondacrypto ist nicht mehr Sponsor der Tour de Suisse. Das gab der Veranstalter des traditionellen Radrennens bekannt, das Mitte Juni starten wird. Das Sponsoring mit Zondacrypto habe sich als «nicht tragfähig» erwiesen und wurde darum durch die Verantwortlichen der Tour de Suisse mit «sofortiger Wirkung» aufgelöst, heisst es.

Die Kryptobörse war als einer von drei Premium-Partnern als Sponsor des Nachwuchs-Trikots vorgesehen. Als Ersatz konnte ein früherer Partner verpflichtet werden, der ebenfalls aus dem Finanzbereich kommt. Es handelt sich um die Kreditplattform Lend, mit der man sich auf die Erneuerung der Partnerschaft geeinigt hat.

Wie tippingpoint berichtete, ist Zondacrypto in massive Probleme geraten. Kunden konnten nicht mehr auf ihre Kryptobestände zugreifen. Inzwischen ermittelt die polnische Staatsanwaltschaft, und die Website ist nicht mehr aktiv. Gemäss neuesten Meldungen wird befürchtet, dass der CEO möglicherweise Gelder veruntreut haben könnte. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Przemysław Kral Gelder für ein anderes Projekt abgezweigt haben könnte. Es seien Millionen in ein geheimes Neobank-Projekt umgeleitet worden.

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