Die Aktien der Partners Group mussten in den vergangenen Monaten stark Federn lassen. In den letzten 12 Monaten brach der Kurs um 40 Prozent auf knapp über 800 Franken ein. Offenbar sieht man in der Chefetage des Investors in Baar den Boden nun erreicht – oder man will dies zumindest klar signalisieren.
Gemäss Angaben der Schweizer Börse wurden allein am Montag und Dienstag Aktien im Wert von 6 Millionen Franken gekauft. Wer hinter den Transaktionen steht, ist nicht bekannt. Gemäss SIX handelt es sich um jeweils ein exekutives Verwaltungsratsmitglied oder ein Mitglied der Geschäftsleitung. Die drei Gründer Marcel Erni, Alfred Gantner und Urs Wietlisbach sind exekutive Mitglieder des Verwaltungsrats. Einer oder mehrere von ihnen würden somit als Käufer infrage kommen.
Seit Mitte März gab es insgesamt 12 Transaktionen, bei denen Aktien im Wert von rund 20 Millionen Franken gehandelt wurden. Die zum Teil identischen Ordergrössen (unter anderem je zwei Transaktionen mit jeweils 3750, 2500, 1250 Stück) lassen auf einen einzelnen Käufer schliessen. Der Durchschnittspreis liegt bei 815 Franken. Noch im Januar zahlte man knapp 1100 Franken für eine Aktie des Private-Equity-Spezialisten. Letzten Freitag tauchten die Titel unter die Marke von 800 Franken. Am Dienstag gingen sie zu 804 Franken aus dem Markt.
Die grosse KI-Angst
Was den Käufer oder die Käufer bewegt hat, eigene Aktien aufzukaufen, ist nicht bekannt. Das aktuelle Kursziel der Analysten liegt bei 1240 Franken – allerdings schätzt der Markt die Titel ganz offensichtlich anders ein. Partners Group ist nicht der einzige PE-Investor, der an der Börse abgestraft wird. Apollo Global Management, Blackstone und Blue Owl Capital haben seit Anfang Jahr deutlich stärker verloren, mit Abschlägen von 25, 30 beziehungsweise 40 Prozent.
Insbesondere im Bereich Private Credit herrscht derzeit grosse Unsicherheit. Hintergrund sind Befürchtungen im Zusammenhang mit der künstlichen Intelligenz. In Worst-Case-Szenarien rechnen Marktstrategen damit, dass die Ausfallquoten auf bis zu 15 Prozent anschwellen könnten. Dies wäre dann der Fall, wenn künstliche Intelligenz eine «aggressive» Disruption bei Unternehmensschuldnern auslöst, wie es etwa in einem Bericht der UBS hiess.

