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Die Innerschweizer Kantonalbank erzielte einen leicht höheren Gewinn. Steigende Kosten sowie Wertberichtigungen und Abschreiber dämpfen das Ergebnis.
5. Februar 2026 • Beat Schmid

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat 2025 den Konzerngewinn 3,1 Prozent oder 8,9 Millionen Franken auf 295,5 Millionen Franken gesteigert. Der Gesamtertrag der Bank erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 691 Millionen Franken. Der Gesamtaufwand stieg um 6,4 Prozent auf 326,4 Millionen Franken. Besonders stark erhöhte sich der Sachaufwand (+11,5%). Die Cost-Income-Ratio blieb unverändert bei 46,1 Prozent. Die Bank verbuchte Wertberichtigungen und Abschreibungen in der Höhe von 30 Millionen Franken. Die Gesamtkapitalquote betrug 20,6 Prozent und die Kernkapitalquote (CET1) 14,7 Prozent.

Die Erträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft kletterten um 13,1 Millionen Franken oder 10,1 Prozent auf 143,2 Millionen Franken. Der Handelserfolg verbesserte sich um 19,5 Millionen Franken oder 34,5 Prozent auf 76 Millionen Franken. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 14,1 Millionen Franken oder 3,2 Prozent auf 458,1 Millionen Franken.

Im mandatierten Anlagegeschäft flossen der Bank Neugelder von 1,1 Milliarden Franken. Die sogenannten zinsfremden Erträge beliefen sich auf 232,9 Millionen Franken und lagen über dem Vorjahreswert von 206,5 Millionen Franken. Klar über dem Markt wuchs das Kreditvolumen, das um 6,9 Prozent zulegte und die angestrebte Bandbreite von 2,0 bis 3,75 Prozent übertraf. Das Kreditbuch der Bank wuchs seit 2021 um über 9 Milliarden an.

340 Millionen Gewinn bis 2030

Total verwaltete die Bank Ende 2025 Kundenvermögen in der Höhe von 42,6 Milliarden Franken (2024: 39,5 Milliarden Franken). Der Nettoneugeldzuwachs betrug im vergangenen Geschäftsjahr 1,3 Milliarden Franken. Über die Performance kamen 1,8 Milliarden Franken dazu.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung 2026 eine Erhöhung der Ausschüttung auf 2.70 Franken je Aktie. Diese soll je zur Hälfte als ordentliche Dividende sowie als steuerfreie Ausschüttung aus Kapitaleinlagen erfolgen. Im Vorjahr hatte die Ausschüttung 2.60 Franken betragen.

Im November 2025 hat die LUKB ihre Strategie und ihre Ziele für die Jahre 2026 bis 2030 vorgestellt. Sie setzt sich das Ziel, sich zu einer der fünf führenden Universalbanken der Schweiz zu entwickeln. Der Konzerngewinn soll 2030 auf über 340 Millionen Franken klettern. Beim Kreditgeschäft strebt die Bank ein Zielband von 3,5 bis 5,5 Prozent (für das Jahr 2026) und von 2,5 bis 4 Prozent an (im Jahr 2030).

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