Die UBS hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Bank wies einen Reingewinn von 1,19 Milliarden US-Dollar aus. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Plus von 56 Prozent. Analysten waren im Durchschnitt lediglich von rund 970 Millionen Dollar ausgegangen.
Die Erträge legten im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 12,14 Milliarden Dollar zu. Gleichzeitig senkte die Bank ihren Aufwand um 1 Prozent auf 10,29 Milliarden Dollar – auf bereinigter Basis dagegen nahmen die Kosten zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag bei 84,7 Prozent, auf bereinigter Basis bei 75,2 Prozent.
Auffallend ist, dass die Bank in praktisch allen Segmenten auf bereinigter Basis steigende Kosten ausweist. Besonders auffällig ist das Global Wealth Management (GWA), wo die Kosten im vierten Quartal auf knapp 5 Milliarden Dollar stiegen, gegenüber 4,8 vor einem Jahr.
Das Neugeld kam im vierten Quartal mit 8,5 Milliarden Dollar überraschend ins Stocken. Analysten gingen von rund 28 Milliarden Dollar aus. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was die Bank im vierten Quartal 2024 auswies (17,7 Milliarden). Die UBS spricht in der offiziellen Mitteilung von Abflüssen im Americas-Markt. Fürs ganze Jahr betragen die Net New Assets 101 Milliarden Dollar – was einer Zuwachsrate von 2,4 Prozent entspricht.
1000 Milliarden mehr
Fortgesetzt hat sich auch der Schrumpfkurs des Schweiz-Geschäfts. Die Erträge beliefen sich im vierten Quartal auf 1,69 Milliarden Franken, gegenüber 1,8 im Vorjahresquartal. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank auf 543 Millionen (Q4 24: 572 Millionen). Die Kosten dagegen blieben praktisch unverändert.
Das konzernweit verwaltete Vermögen stieg bis Ende Dezember auf 7005 Milliarden Dollar, nach 6910 Milliarden per Ende September. Gegenüber Ende 2024 konnte die Bank ihre Asset-Basis um knapp 1000 Milliarden Dollar ausbauen.
Die Zahl der Vollzeitstellen verringerte sich auf 103’177, von 108’648 per Ende 2024 – das sind also rund 5500 Vollzeitstellen weniger. Rechnet man auch die externen Mitarbeiter dazu, reduzierte sich die Gesamtzahl von 128’648 auf 119’589.
Fürs Gesamtjahr 2025 weist die UBS einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar aus, was einem Zuwachs von 53 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Trotz laufenden Diskussionen ums Eigenkapital schlägt die Bank eine Erhöhung der Dividende auf 1,10 Dollar je Aktie vor, nach 90 Cents im Vorjahr.
Für das laufende Jahr stellt das Management eine weitere Dividendenerhöhung im mittleren zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Zudem plant die Bank für 2026 zunächst Aktienrückkäufe im Umfang von 3 Milliarden Dollar.
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