Mirjam Staub-Bisang wird neue Verwaltungsratspräsidentin der Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft SIFEM des Bundes. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung beschlossen. Staub-Bisang verfüge über langjährige Erfahrung in der strategischen Führung sowie im nachhaltigen Investieren, schreibt das federführende Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung in einer Mitteilung.
Staub-Bisang war von 2018 bis August 2024 Länderchefin von Blackrock Schweiz. In ihrer Rolle war sie auch Aushängeschild im Bereich ESG. Dann kam es zu einem Wechsel: Der frühere Bitcoin-Suisse-Chef Dirk Klee übernahm überraschend den Posten von Staub-Bisang. Die Managerin wurde Senior Advisor und zog sich in den Verwaltungsrat der Ländergesellschaft des US-Geldverwalters zurück. Staub-Bisang ist unter anderem Vorstandsmitglied von Swiss Sustainable Finance sowie der Swiss Asset Management Association.
Jörg Frieden stand der SIFEM seit 2018 als Verwaltungsratspräsident vor. Dem Verwaltungsrat gehören unter anderem Angela de Wolff und Dominique Biedermann an, der als Direktor von Ethos bekannt wurde. Die SIFEM (Swiss Investment Fund for Emerging Markets) ist die Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft des Bundes. Sie verfügt über aktive Verpflichtungen im Umfang von rund 1 Milliarde US-Dollar. Das Investitionsportfolio beläuft sich auf 485 Millionen US-Dollar.
Im Jahr 2022 gewann die Zürcher Impact-Boutique ResponsAbility das lukrative Mandat für das Portfoliomanagement. Der Entscheid führte zu einer juristischen Auseinandersetzung mit der Berner Obviam, die das Mandat zuvor ausgeführt hatte. Auch BlueOrchard rekurrierte gegen die Vergabe an Responsability. Der Entscheid wurde jedoch nicht umgestossen. Inzwischen gehört die Zürcher Impact-Pionierin dem britischen Asset Manager M&G.

