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Die Eskalation im Iran und neue Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank haben Gold zum Wochenstart auf ein Rekordhoch getrieben. Auch Silber zieht kräftig an.
12. Januar 2026 • red.

Gold ist zum Wochenstart deutlich gestiegen. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) zeitweise auf knapp 4600 US-Dollar – ein neues Allzeithoch. Im weiteren Verlauf gab der Kurs leicht nach, notierte am frühen Morgen mit 4567 Dollar aber weiterhin rund 1,3 Prozent höher.

Auch Silber legte spürbar zu. Der Preis stieg um knapp fünf Prozent auf 83,50 Dollar und näherte sich damit wieder dem Rekordhoch von Ende 2025. Händler verweisen primär auf die sich zuspitzende geopolitische Lage im Iran, die die Nachfrage nach sicheren Anlagen ankurbelt. Auch der Bitcoin verteuerte sich leicht und liegt aktuell bei 91,811 Dollar.

Zusätzlichen Rückenwind erhält Gold aus den USA. Der Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank verschärft sich weiter. Fed-Präsident Jerome Powell wies strafrechtliche Ermittlungen und eine mögliche Anklage gegen ihn als unzulässigen Versuch politischer Einflussnahme zurück. Das US-Justizministerium habe der Federal Reserve Vorladungen zugestellt und mit einer Anklage gedroht, so Powell.

Konkret geht es um den Vorwurf, Powell habe im Zusammenhang mit der jahrelangen Sanierung von Fed-Gebäuden in Washington vor dem Senat falsche Angaben gemacht. Für den Notenbankchef ist dies jedoch nur ein Vorwand. Entscheidend sei die Frage, ob die Fed ihre Zinspolitik weiterhin auf Basis von Daten und wirtschaftlichen Fakten festlegen könne – oder ob politischer Druck und Einschüchterung die Geldpolitik bestimmten.

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