Investments ab 125'000 Dollar
Zürcher Privatbank setzt verstärkt auf Private-Equity-Anlagen. Das Gesamtvolumen des Investmentprogramms soll auf 731 Millionen Dollar ansteigen.
6. Juni 2023 • red.

Die Bank Julius Bär soll ihr Engagement im Bereich Private Equity verstärken. Die Bank plane, insgesamt 250 Millionen Dollar für den bisher grössten Fonds ihres Flaggschiff-Private-Equity-Programms einzusammeln. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Marketingunterlagen. Damit würde die Gesamtsumme auf rund 731 Millionen Dollar steigen. Das Programm wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen.

Wegen der Volatilität der Märkte und der steigenden Inflation suchen Vermögensverwalter ihr Glück zunehmend ausserhalb der öffentlichen Märkte. Im vergangenen Jahr haben Investmentgesellschaften für wohlhabende Einzelpersonen und Familien ihre Allokation in privaten Märkten erhöht. Laut einer Studie der UBS wird sich dieser Trend auch 2023 fortsetzen.

Die Mindesteinlage für den jüngsten Fonds soll 125'000 US-Dollar betragen, wie Bloomberg weiter schreibt. Investiert werden die Mittel hauptsächlich in kleine und mittelgrosse Private-Equity-Firmen mit Anlagen zwischen 350 Millionen und 3,5 Milliarden US-Dollar.

Die Bär-Fonds sind investiert in Unternehmen wie MBK Partners aus Südkorea oder Impossible Foods, ein US-amerikanisches Unternehmen für pflanzliche Lebensmittel, sowie Hollyport Capital, ein in London ansässiges Unternehmen für Secondary Deals. Sie erzielten Bruttorenditen von bis zu 27,4 Prozent bis September 2022. Bär verfügt über ein Team von rund 16 Spezialisten für ihre Private-Markets-Plattform.

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