Banken
Die Bank im Thurgau startet eine neue fünfjährige Strategieperiode. Dabei will sie an ihrem dichten Filialnetz festhalten. Die Profitabilität der Bank soll darunter nicht leiden.
9. Januar 2023 • red.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) will mit ihrer neuen Strategie bis 2027 an ihrem Kurs festhalten. Das Kosten-Ertragsverhältnis soll bei unter 53 Prozent liegen. Das Zielband bei der Rendite beträgt zwischen 8 und 11 Prozent. Die Erträge sollen jährlich um 3 Prozent steigen.

Auch in den Nachhaltigkeitsrankings will sie einen Zacken zulegen und die Ratings auf A (MSCI ESG) beziehungsweise B (Inrate) steigern. Trotz Ausbau des Online-Angebots will die Thurgauer KB an ihren Filialnetz festhalten. Die Bank verfügt über 29 Geschäftsstellen.

Die Bank mit dem grünen Logo beschreibt sich in ihrer Strategie als “bodenständig” – “seit 1871 sind wir die Bank für und im Thurgau. Mit klaren Werten. Verwurzelt und verbunden”. Im Hinblick auf die neue Strategieperiode hat die TKB ihre Unternehmensvision neu formuliert. Sie lautet: “Mehr als eine Bank.”

Damit wolle die Bank zeigen, dass sie einen “Mehrwert schaffen will”. Nicht nur als Finanzinstitut, sondern auch für “die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Region”. Wichtig bleibe das Sponsoring von Kultur und Sport mit Fokus auf Nachwuchsförderung.

Den “guten Ruf” als Arbeitgeberin und Ausbilderin wolle die TKB in Zeiten des Fachkräftemangels noch aktiver pflegen. Ein Schwerpunkt der laufenden Strategieperiode bildet zudem das Thema Nachhaltigkeit, das “auf allen Ebenen der Bank verankert” werden soll.

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