UBS: Im Wealth Management explodieren die Kosten – 4500 Jobs weg

Die Kosten im Wealth Management der Grossbank überschreiten die Schwelle von 5 Milliarden Dollar. Die Zahl der Beschäftigten sinkt unter 100’000.

UBS: Im Wealth Management explodieren die Kosten – 4500 Jobs weg
Photo by Claudio Schwarz / Unsplash

Die UBS hat im zweiten Quartal 2026 einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Dollar erzielt. Für das erste Halbjahr summiert sich der Gewinn auf 5,8 Milliarden Dollar. Die verwalteten Vermögen stiegen auf 7,3 Billionen Dollar.

Im Wealth Management konnte die Grossbank den Gesamtertrag um 13 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar steigern. Gleichzeitig zogen jedoch die Kosten weiter an. Der Geschäftsaufwand stieg auf bereinigter Basis um 6 Prozent und durchbrach erstmals die Marke von 5 Milliarden Dollar in einem Quartal. Haupttreiber dafür waren höhere variable Vergütungen für Kundenberater infolge der gestiegenen Erträge, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt.

Die Cost-Income-Ratio im Wealth Management lag bei 73,6 Prozent beziehungsweise bereinigt bei 71,5 Prozent. Positiv entwickelte sich das Neugeldgeschäft: Der Nettozufluss belief sich auf 35,5 Milliarden Dollar, während die verwalteten Vermögen gegenüber dem Vorquartal um 274 Milliarden auf knapp 4,95 Billionen Dollar zunahmen.

Auch die Investment Bank steigerte ihren Ertrag wie erwartet deutlich. Der Bereich erwirtschaftete einen Vorsteuergewinn von 1,15 Milliarden Dollar, während die Erträge um 26 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zunahmen. Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom Handelsgeschäft sowie vom Investment Banking.

Im Vergleich zu den grossen US-Investmentbanken fiel die Entwicklung allerdings weniger berauschend aus. Während die grossen Konkurrenten wie Goldman Sachs, JP Morgan oder Morgan Stanley im Handels- und Beratungsgeschäft von aussergewöhnlich starken Kapitalmärkten profitierten, blieb das Wachstum der UBS-Investmentbank hinter den Wall-Street-Grössen zurück.

Beschleunigter Stellenabbau 

Der Personalabbau geht unvermindert weiter. Wie im Quartalsbericht nachzulesen ist, sank die Zahl der UBS-Beschäftigten erstmals seit der Übernahme der Credit Suisse unter die Marke von 100’000. Per Ende Juni zählte die Bank 99’085 interne Beschäftigte. Rechnet man die Contractors dazu, sind es 112’388. Im abgelaufenen Quartal hat die Bank deutlich mehr Personen entlassen als in den vergangenen Monaten. Insgesamt waren es 4500 Jobs – davon allein 2500 interne Stellen.

Neues Aktienrückkaufprogramm

Ausserdem hat die UBS ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das bis spätestens Ende des zweiten Quartals 2027 laufen soll und Rückkäufe im Wert von 3 Milliarden Dollar vorsieht. In den nächsten drei Monaten sollen Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zurückgekauft werden. Bis Mitte Juli 2026 hatte die UBS im Jahr 2026 Aktien im Gesamtwert von 3 Milliarden Dollar zurückgekauft.

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