Pictet kotiert erstmals Exchange Traded Funds (ETFs) an der Schweizer Börse. Die sogenannten «AI Enhanced Equity UCITS ETFs» investieren je nach Produkt in globale, amerikanische oder europäische Aktien sowie in ein globales Portfolio ohne US-Titel.
Bei der Auswahl der Aktien setzt Pictet auf ein eigenes KI-Modell. Dieses analysiert Unternehmens- und Marktdaten, sucht darin nach Mustern und leitet daraus Signale für die Titelauswahl ab. Die Anlageentscheide werden allerdings nicht vollständig der Maschine überlassen: Das quantitative Anlageteam von Pictet überwache den Prozess und sei für die Konstruktion der Portfolios verantwortlich, schreibt Börsenbetreiberin SIX in einer Mitteilung.
Mit KI den Benchmark schlagen
Die ETFs sollen grundsätzlich eine breite Aktienallokation ermöglichen und gleichzeitig den Benchmark schlagen. Ziel sei es, mit diesen optimierten Aktienindexstrategien die Performance der jeweiligen Referenzindizes um etwa 1 Prozent pro Jahr (nach Abzug von Gebühren) zu übertreffen. Angestrebt wird ein Tracking Error von bis zu 2 Prozent und ein Beta von 1,0, schreibt Pictet in einer Mitteilung.
«Die Produktpalette verbindet Pictets quantitative Anlagekompetenz mit fortschrittlichen KI-Techniken», sagt Denis Kocaman, Head of Intermediaries Switzerland bei Pictet. Mit der Kotierung an der SIX würden die Strategien nun auch Schweizer Anlegern in einem börsengehandelten Format zugänglich gemacht.
Für die SIX bedeutet der Einstieg Pictets einen weiteren Ausbau ihres Geschäfts mit aktiven ETFs. Die Zahl der ETF-Emittenten an der Schweizer Börse steigt auf 38. Pictet ist einer der grössten Schweizer Vermögensverwalter und verwaltete per Ende Juni 2026 Kundenvermögen von rund 810 Milliarden Franken.