Der Jurist und Berner Fürsprecher Zuberbühler hat die Schweizer Bankenaufsicht wie kein Zweiter geprägt. Während 33 Jahren war er für die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) tätig, davon zwölf Jahre als Direktor. Er vertrat die Schweiz während 15 Jahren im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, dem wichtigsten internationalen Gremium für die Mindeststandards in der Finanzmarktregulierung. Von 2009 bis 2011 war Zuberbühler Vizepräsident des Verwaltungsrats der EBK-Nachfolgerbehörde Finma. Zusammen mit dem früheren UBS-Generaldirektor und ersten Finma-Präsidenten Eugen Haltiner war er wesentlich am Aufbau der integrierten Finanzmarktaufsicht beteiligt.
Die Stimme des Doyen der hiesigen Bankenaufseher hat also Gewicht. Auch weil Zuberbühler sich nie scheute, die Dinge beim Namen zu nennen. Auch nicht im Falle der Grossbanken, die er liebevoll-ironisch «Big Babies» nannte. «Frankly, my dear, I don’t give a damn», liess sich Zuberbühler im April 2008 vom «Economist» zur Drohung der Grossbanken zitieren, Teile des Geschäfts ins Ausland zu verlagern. Auf ein «déjà vu» macht Zuberbühler auch in der vom Departement Keller-Sutter veröffentlichten, zwölfseitigen Stellungnahme zu der von der Ständeratskommission geplanten Anrechnung der AT1-Anleihen anstelle von hartem Eigenkapital aufmerksam.