Leonteq kehrt in die Gewinnzone zurück
Die Derivate-Boutique Leonteq weist fürs erste Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 12,7 Millionen Franken aus. Der Betriebsertrag erhöhte sich auf 111,6 Millionen Franken, während der Geschäftsaufwand dank des vor einem Jahr gestarteten Sparprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken sank. Das Transaktionsvolumen legte um 10 Prozent auf 15,9 Milliarden Franken zu. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in Asien und im Nahen Osten sowie das Schweizer Retail-Flow-Geschäft, teilt das Unternehmen mit. Leonteq bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr und hält an den Plänen für ein Aktienrückkaufprogramm Anfang 2027 fest, sofern die harte Kernkapitalquote (CET1) deutlich über 15 Prozent bleibt.
Cembra steigert Gewinn und übernimmt Santander-Geschäft
Der Konsumbank Cembra hat den Reingewinn im ersten Halbjahr 2026 um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken gesteigert. Der Nettoertrag blieb trotz tieferer Maximalzinssätze stabil, während der Geschäftsaufwand um 9 Prozent sank. Die Aufwand-Ertrags-Quote verbesserte sich auf 43,5 Prozent. Gleichzeitig kündigte Cembra die Übernahme wesentlicher Teile des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander an. Die Akquisition soll die Marktposition stärken und den Gewinn je Aktie ab 2027 erhöhen. Für das laufende Jahr bestätigt Cembra – ohne Berücksichtigung der Transaktion – den bisherigen Ausblick.
Bellevue hält sich
Die Bellevue Group hat im ersten Halbjahr 2026 trotz des weiterhin «anspruchsvollen Marktumfelds» im Healthcare-Sektor einen Konzerngewinn von 1,8 Millionen Franken erzielt. Der Geschäftsertrag stieg um 4,4 Prozent auf 26,2 Millionen Franken, während der Geschäftsaufwand dank Kostensenkungen um 3,2 Prozent zurückging. Die verwalteten Vermögen sanken dagegen gegenüber Ende 2025 um 8,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Franken. Verwaltungsratspräsident Veit de Maddalena sieht Bellevue nach der organisatorischen Neuausrichtung gut positioniert, um von einer Erholung des Healthcare-Sektors «überproportional» zu profitieren.
SIX profitiert von hoher Handelsaktivität
Die Börsenbetreiberin SIX hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient. Der Nettobetriebsertrag stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 8,8 Prozent auf 806,6 Millionen Franken. Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne Transformationskosten legte dank günstiger Marktbedingungen und einer hohen Handelsaktivität um 38,2 Prozent auf 367,6 Millionen Franken zu. SIX führt die Entwicklung auf breit abgestützte Beiträge aller Geschäftseinheiten zurück. Das Transformationsprogramm «Scale Up 2027» verlaufe planmässig, teilte das Unternehmen mit. Es befindet sich inzwischen im zweiten Jahr des auf drei Jahre angelegten Programms.
Valiant steigert Gewinn trotz rückläufigem Zinsengeschäft
Die Regionalbank Valiant hat den Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2026 um 3,4 Prozent auf 75,9 Millionen Franken gesteigert. Der Geschäftsertrag nahm um 1,2 Prozent auf 277,3 Millionen Franken zu, während der Geschäftserfolg mit 113,9 Millionen Franken leicht über dem Vorjahreswert lag. Wachstum verzeichnete die Bank sowohl bei den Kundenausleihungen (+1,9 Prozent auf 30,9 Milliarden Franken) als auch bei den Kundengeldern (+2,1 Prozent auf 23,2 Milliarden Franken). Das Zinsengeschäft entwickelte sich im anhaltenden Nullzinsumfeld leicht rückläufig. Positiv hervor hob CEO Ewald Burgener das Kommissions- und Anlagegeschäft, dessen Erträge um 13,2 Prozent zulegten und damit zur breiteren Diversifizierung der Ertragsbasis beitrugen.