Die UBS hat die Personalsuche für die USA-Expansion gestartet

Die Grossbank sucht nach Personal für den Ausbau ihres US-Geschäfts – und lockt mit hohen Grundlöhnen.

Die UBS hat die Personalsuche für die USA-Expansion gestartet
UBS-Sitz Weehawken (New York). (UBS)

Sergio Ermotti will in den USA Gas geben und sucht nach Personal. Die hauseigene Jobplattform zählt aktuell 233 offene Stellen. Einige dieser Ausschreibungen stehen in Zusammenhang mit den Plänen der Bank, vermehrt Retail-Dienstleistungen in den USA anbieten zu können.

Die UBS hat Anfang Jahr eine nationale US-Banklizenz erhalten, die es ihr erlaubt, zu einer Universalbank in der grössten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Die UBS ist die einzige ausländische Bank, die in den USA eine Vollbanklizenz erworben hat.

Unter anderem sucht die Bank nach einem «Legal Counsel, Banking, Payments and Deposits». Die Aufgabe besteht darin, die Bank in allen rechtlichen Fragen rund um Bankkonten, Einlagen, Zahlungsverkehr und digitales Banking zu beraten. Dazu gehören die rechtliche Begleitung von Giro- und Sparkonten sowie Zahlungsdiensten, die Beratung zu US-Bankenregulierung und Verbraucherschutz, die Erstellung und Prüfung von Kundenverträgen, Offenlegungen und AGB sowie die Beobachtung neuer regulatorischer Entwicklungen. 

Der oder die Kandidatin soll die Bank bei strategischen Initiativen und Projekten unterstützen, «vor allem bei der Entwicklung einer ersten Plattform für Einzahlungen und Zahlungen direkt beim Kunden». Wie in den USA üblich, gibt die Bank auch ein Lohnband an: Das Grundsalär liegt zwischen 178’000 und 233’000 US-Dollar. Angaben zum möglichen Bonus gibt es in der Jobanzeige nicht.

Projektstart im Dezember 

Mit der neuen Banklizenz kann die UBS neben Vermögensverwaltung auch klassische Bankdienstleistungen wie Lohn- und Sparkonten, Hypotheken sowie weitere Kreditprodukte anbieten. Die UBS will damit ein grösseres Stück vom Kuchen. Als Vermögensverwalterin betreut sie zwar bereits Milliardenvermögen amerikanischer Kunden vor Ort, doch das Geschäft leidet seit Jahren unter Margenproblemen. Die Region Americas ist mit Abstand die unrentabelste Region innerhalb der Bank. Das zeigte sich auch wieder bei den letzte Woche veröffentlichten Quartalszahlen. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis der US-Vermögensverwaltung lag Ende Juni bei 84 Prozent.

Starten soll das Projekt im Dezember, wie Tippinpoint Anfang Juli berichtete. Dann will die UBS zunächst ihren US-Angestellten ermöglichen, Bankkonten zu eröffnen. Die Bank will damit Preise, Produkte und technische Abläufe unter realen Bedingungen testen, bevor das Angebot schrittweise auf Kunden im Wealth Management ausgeweitet wird. Der offizielle Launch soll dann Mitte 2027 stattfinden.

Die USA werden damit immer wichtiger für die UBS. Das zeigt sich auch bei den offenen Stellen. Weltweit zählt die Bank 233 offene Jobs, davon 233 in den USA. Im Schweizer Heimmarkt sind aktuell 58 Stellen ausgeschrieben. Genauso viele sind es in Polen, wohin die Grossbank viele Jobs verlagert hat. In Singapur sind es 49, in Hongkong 34 und in Grossbritannien 33.

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