Die anhaltend hohen Temperaturen können das Arbeiten zur Qual machen. Das fängt schon beim Pendeln an in überhitzten und stinkigen Trams und Zügen – und endet in überhitzten und stickigen Sitzungszimmern.
Wie wenn es nicht schon heiss genug wäre, sorgte beim Rückversicherer Swiss Re eine E-Mail für noch mehr rote Köpfe. Darin gab Schweiz-President Gianfranco Lot ein paar Tipps, um in dieser «aussergewöhnlichen Hitzewelle einen kühlen Kopf» zu bewahren.
Eine Empfehlung stiess bei manchen männlichen Kollegen sauer auf: «Zieh dich bequem an, aber achte auf ein professionelles Erscheinungsbild. Leichte, atmungsaktive Stoffe (und an meine männlichen Kollegen gerichtet: Shorts are for weekends…).»
Viele empfanden das weniger als eine Empfehlung, sondern vielmehr als eine paternalistische Ermahnung zu einer Kleiderordnung, die es im Konzern eigentlich gar nicht gibt. Verärgert waren einige Kollegen zudem, weil in der Mail nichts zur Kleidung der Frauen stand.
Mit einem Augenzwinkern gemeint
Der erhobene Zeigefinger war wohl mit einem Augenzwinkern gemeint, wie die ganze E-Mail – passend zu den hohen Temperaturen – ebenfalls in einem lockeren Ton daherkommt.
Andere Tipps waren hingegen weniger verfänglich. Man solle die Einrichtungen von Swiss Re vor Ort nutzen, darunter Duschen und Umkleideräume – sei es nach einem aktiven Arbeitsweg oder um sich vor einem wichtigen Meeting frisch zu machen.
Man solle trinken, trinken, trinken und eine Pause machen, wenn man eine brauche. Und ja, warum nicht ein Sprung in den Zürichsee? «Wir haben einen wunderschönen See … direkt vor unserer Haustür …» Das E-Mail ging Ende Juni an alles Mitarbeiter von Swiss Re in der Schweiz.

