Die Europaallee in Zürich ist praktisch – vor allem für Pendler, die mit dem Zug in die Stadt kommen. Ein paar Schritte nur, und schon sitzen sie im Büro. Für etliche Teams dürfte der Arbeitsweg künftig etwas länger werden. Die UBS hat beschlossen, einen Standort beim Hauptbahnhof aufzugeben und die Arbeitsplätze in den Uetlihof zu verschieben – also in den Megakomplex der ehemaligen Credit Suisse am Fusse des Uetlibergs.
Mindestens zweimal quer durch die Stadt müssen Angestellten nun reisen. Für viele Zugpendler ist das nicht wirklich effizient, doch das Immobilienmanagement hat kaum eine andere Wahl. Der Grund sind die Mietverträge. Der Standort an der Europaallee, der aufgegeben wird, wurde ursprünglich von der Credit Suisse genutzt. Dieser Vertrag läuft demnächst aus. Der Mietvertrag für den Uetlihof dagegen läuft noch bis ins Jahr 2037. Ein weiterer UBS-Standort an der Europaallee 21 bleibt bestehen.
Ursprünglich wurde der Uetlihof-Campus 2012 von der Credit Suisse für rund 1 Milliarde Franken an den norwegischen Staatsfonds verkauft. Durch die Übernahme der CS ist die UBS heute die Hauptmieterin der Liegenschaft. Der Uetlihof gilt als grösster Bürocampus der Schweiz. Der gesamte Komplex, inklusive eines Erweiterungsbaus, hat eine Geschossfläche von 95’000 Quadratmetern und bietet Platz für über 8500 Arbeitsplätze.
Weit entfernt von der Machtzentrale
Zu den Teams, die neu im Uetlihof untergebracht werden, gehören gemäss Quellen unter anderem die Abteilungen für Kommunikation und Marketing. Sie rücken damit noch weiter weg von der Machtzentrale an der Bahnhofstrasse 45, dort also, wie die Mitglieder der Konzernleitung ihre Büros haben.
Auch nach dem Umzug dürften noch viele Flächen im Uetlihof leer stehen. Aktuell werden auf Homegate fast 15’000 Quadratmeter Bürofläche zur Miete angeboten. Die Grossbank lehnte eine Stellungnahme ab. Die wichtigsten Standorte der UBS in Zürich sind: Bahnhofstrasse 45, Paradeplatz, Uetlihof, Europaallee und Altstetten.

