Bei der UBS ist sie auf ein Abstellgleis geraten: Jetzt geht Simone Westerfeld zur französisch-deutschen Bankgruppe ODDO BHF, wo sie Anfang Juni stellvertretende CEO wird, eine für sie geschaffene neue Position.
Westerfeld werde gemeinsam mit allen Mitgliedern des ODDO BHF-Exekutivkomitees einen Wachstumsplan für die kommenden Jahre ausarbeiten, der sich nicht mehr nach Fachgebieten, sondern nach Kundensegmenten unterscheidet. Genannt werden die sieben Bereiche Privatkunden, Familienunternehmen, Stiftungen, Family Offices, Unternehmensentscheider, institutionelle Anleger und Vermögensberater.
Laut Philippe Oddo, geschäftsführender Gesellschafter und CEO von ODDO BHF, verfügt Simone Westerfeld über alle notwendigen Voraussetzungen, um eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Gruppe zu übernehmen. Westerfeld ist gebürtige Deutsche und wird nun nach Frankreich ziehen, um das dortige Umfeld besser kennenzulernen, wie es weiter in der Mitteilung heisst.
Weggang ist keine Überraschung
Die Bankerin selbst sagt zu ihrem neuen Engagement: «Als familiengeführte, unabhängige europäische Privatbank kann ODDO BHF in besonders glaubwürdiger Weise anspruchsvolle Kunden wie Familienunternehmen, Stiftungen, Family Offices sowie Entscheider in Unternehmen und Investoren beraten.» Das Kapital der Gruppe wird zu 65 Prozent von der Familie Oddo gehalten.
Ihr Ausscheiden aus der UBS kommt nicht überraschend. Im Mai 2024 kam es in der UBS Schweiz zu einem Umbau. Westerfeld wurde von Sabine Magri als Chefin Personal Banking in der Schweiz abgelöst. Sie wechselte darauf in den Bereich von Integrationschefin Michelle Bereaux, wo sie COO wurde. Die Integration der Credit Suisse geht in diesem Jahr zu Ende. Von 2015 bis 2019 arbeitete sie in verschiedenen Führungspositionen sowie als interimistische CEO und Vorsitzende der Konzernleitung bei der Basler Kantonalbank. Die Disziplin des Private Bankings ist für die Retailspezialistin Westerfeld Neuland.

