Allen Beschwichtigungen zum Trotz: Auf dem Platz Zürich steigt die Arbeitslosigkeit unter Bankangestellten unvermindert an. Im Dezember erhöhte sich die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Personen auf 1368 – ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Zahl dürfte sogar noch höher sein, da die Statistik aufgrund einer Umstellung die Zahlen nur bis zum 22. Dezember erfasst.
Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr sind die Banken als Untergruppe der Finanzbranche statistisch am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen, mit einem Zuwachs von 23,8 Prozent – stärker noch als die Industrie, bei der die Zahl im Gesamtjahr 2025 um 20 Prozent angestiegen ist und die besonders hart von der amerikanischen Zollpolitik betroffen war und ist.
Hans Rupp, Chef des Amts für Arbeit, sagt, dass für diese Entwicklungen primär konjunkturelle Faktoren verantwortlich sein dürften. «Aber auch der strukturelle Wandel mit den Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz dürfte eine Rolle spielen.» Der Bankenkanton Zürich trägt dabei die Hauptlast. Schweizweit zählt der Sektor Banken 4160 Arbeitslose. Das bedeutet, dass jeder dritte beim RAV gemeldete Banker aus Zürich kommt.
Bankinformatiker sind anders erfasst
Insgesamt dürfte die Zahl der Personen, die einen Job bei einer Bank verloren haben, noch grösser sein. Bankinformatiker etwa werden statistisch nicht den Banken zugeordnet, sondern der Branche Information und Kommunikation. Der Effekt der Megafusion von UBS und Credit Suisse lässt sich also kaum aus den offiziellen Statistiken des Staatssekretariats für Wirtschaft und der kantonalen Arbeitsämter herauslesen.

