Am Mittwoch legte der Schweizer Spezialfahrzeugbauer Aebi Schmidt die Zahlen für das letzte Quartal vor. Das Unternehmen, das in der Schweiz vor allem durch seine Aebi-Landmaschinen bekannt ist, konnte Umsatz, Auftragseingang und Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA deutlich steigern. Der Umsatz kletterte auf knapp 500 Millionen US-Dollar.
Ein Jahr nach der Übernahme der US-Firma Shyft beginnt Aebi Schmidt den milliardenschweren Zukauf damit allmählich zu verdauen. Die Profitabilität steigt überproportional, erste Synergien werden sichtbar und auch die Schuldenlast geht zurück. Die Nettoverschuldung lag Ende Juni bei rund 450 Millionen Dollar. Die Net-Debt/EBITDA-Ratio sank auf 2,72, nach 3,28 ein Jahr zuvor. Für Ende 2026 erwartet das Management noch ungefähr 2,0 oder leicht darüber.
Aebi-CEO Barend Fruithof bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr mit einem erwarteten Nettoumsatz von 1,95 bis 2,15 Milliarden US-Dollar. Der Markt reagierte positiv auf das vorgelegte Ergebnis. Die an der Nasdaq kotierten Titel legten zum Börsenstart um 13 Prozent zu. Am Handelsende betrug das Plus noch 6 Prozent. Aebi Schmidt wird damit an der Börse wieder mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet. Die eingefahrene Delle vom Frühling ist damit bald wieder ausgebügelt.