Zeno Staub will für «Die Mitte» in den Nationalrat und gibt CEO-Posten ab

Überraschung bei der Bank Vontobel: Der langjährige CEO verlässt die Bank auf Ende Jahr. Er kandidiert im Herbst 2023 für den Nationalrat. Ein weiteres Mitglied der Geschäftsleitung tritt ebenfalls zurück.

Zeno Staub will für 'Die Mitte' in den Nationalrat und gibt CEO-Posten ab
Zeno Staub will für 'Die Mitte' in den Nationalrat und gibt CEO-Posten ab (Quelle: Vontobel)

Nach 22 Jahren bei Vontobel, davon 20 Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung und 12 Jahren als CEO, hat sich Zeno Staub entschieden, aus dem operativen Banking auszusteigen. Wie die Bank mitteilt, hat er den Verwaltungsrat darüber informiert, sein Mandat zur kommenden Generalversammlung im April 2024 niederlegen zu wollen.

Staub wolle sich "stärker in der Schweizer Zivilgesellschaft engagieren", heisst es in einer Mitteilung. Er werde als Spitzenkandidat der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) des Kantons Zürich für «Die Mitte» bei den Nationalratswahlen im Herbst 2023 kandidieren. Nach zwei Jahrzehnten Führungsverantwortung bei Vontobel sei für ihn die Zeit gekommen, "dem Land und den Menschen in der Schweiz wieder etwas von dem zurückzugeben, was sie mir ermöglicht haben", sagte Staub zu seinem Einstieg in die Politik.

Ganz wird er sich nicht von Vontobel lösen. So ist vorgesehen, dass er nach einer einjährigen Cooling-off-Phase als einfaches Mitglied in den Verwaltungsrat einzieht. Seit 2022 sitzt Staub auch im obersten Leitungsgremium des Ostschweizer Industrieunternehmens Bühler.

Zudem hat Vontobel mitgeteilt, dass mit COO Felix Lenhard ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied die Bank auf Ende Jahr verlassen wird. Die Nachfolgerinnen oder Nachfolger von Staub und Lenhard sollen intern und extern gesucht werden.

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