Vontobel steigert Halbjahresgewinn auf Rekordniveau

Die Zürcher Privatbank profitiert von den Finanzmärkten. Zudem engagiert die Bank einen neuen Finanzchef, der zuvor ein kurzes Gastspiel bei Leonteq hatte.

Vontobel steigert Halbjahresgewinn auf Rekordniveau
Co-CEOs Christel Rendu de Lint und Georg Schubiger. (Quelle: HO)

Vontobel hat im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Halbjahresgewinn ihrer Geschichte erzielt. Der Reingewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 87 Prozent auf 216 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag legte um 24 Prozent auf 852 Millionen Franken zu. Gleichzeitig verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich von 77,9 auf 67,9 Prozent, teilte die Bank mit. 

Die verwalteten Vermögen erhöhten sich per Ende Juni um 5 Prozent auf 252,2 Milliarden Franken. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 2,5 Milliarden Franken, nach 2,0 Milliarden im Vorjahr. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg auf 23,2 Prozent.

Getrieben wurde das Ergebnis laut Vontobel von einer hohen Kundenaktivität und einer tieferen Kostenbasis. Das laufende Effizienzprogramm über 100 Millionen Franken kommt schneller voran als geplant und soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden.

Im Privatkundengeschäft flossen der Bank gemäss Mitteilung in allen Regionen neue Gelder zu. Besonders dynamisch soll sich das Geschäft in den USA entwickelt haben. Dort eröffnet Vontobel einen neuen Standort in Los Angeles. In Deutschland folgt im Oktober eine Niederlassung in Düsseldorf.

Im Geschäft mit strukturierten Produkten profitierte die Bank von der hohen Nachfrage nach Produkten auf Rohstoffe und US-Aktien. Im institutionellen Geschäft konnte die Bank die Abflüsse stoppen. 

Neuer CFO war kurz bei Leonteq

Auch personell stellt sich die Bank neu auf. Antoine Boublil übernimmt per August die Funktion des Chief Financial Officer und wird Mitglied der Konzernleitung. Zuvor hatte er unter anderem ein kurzes Gastspiel als CFO bei der Derivateboutique Leonteq. Gleichzeitig werden Gianpiero Galasso, Leiter Private Clients Europe & Middle East, Andrew Jackson, Leiter Investments, sowie Christoph von Reiche, Leiter Institutional Clients, ins Executive Committee aufgenommen.

Die Co-CEOs Christel Rendu de Lint und Georg Schubiger sehen das Ergebnis als Bestätigung des Geschäftsmodells. Die gestiegenen Erträge, die verbesserte Effizienz und die starke Kapitalisierung lägen sämtlich über den langfristigen Zielwerten der Bank.

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