SIX und Twint schliessen sich dem Projekt für einen Stablecoin auf Frankenbasis an. Damit beteiligen sich mittlerweile neun Unternehmen daran. Neben SIX und Twint sind UBS, PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) und die Swiss Stablecoin AG dabei. Gemeinsam testen sie in einer geschützten digitalen Live-Umgebung – einer sogenannten Sandbox – verschiedene Einsatzmöglichkeiten eines Franken-Stablecoins.
Technische Grundlage ist der CHFD, der seit Ende Juni innerhalb der Sandbox live ist. Der digitale Token ist im Verhältnis eins zu eins an den Schweizer Franken gekoppelt. Die Infrastruktur wird von der CHFD Infrastruktur AG betrieben, einer Tochtergesellschaft der Swiss Stablecoin AG.
Von Wertschriften bis zu Eventtickets
Getestet werden sowohl Anwendungen, die international bereits zum Einsatz kommen, als auch neue Einsatzmöglichkeiten. Dazu gehören automatisierte Transaktionen zwischen Finanzinstituten und die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte.
Ein Fokus liegt auf sogenannten programmierbaren Zahlungen. Die Projektpartner wollen unter anderem untersuchen, ob sich damit das Betrugsrisiko auf Online-Marktplätzen reduzieren lässt. Weitere Tests betreffen den Zugang zu Eventtickets sowie die effizientere Auszahlung staatlicher Gelder.
Noch ist nicht entschieden, ob aus dem Versuch ein breit eingesetzter Schweizer Stablecoin hervorgehen wird. Die Testphase sei ergebnisoffen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 dauern.