Partners Group steigt bei Gong cha aus

Partners Group beendet sein Engagement beim taiwanesischen Bubble-Tea-Anbieter. Der Ausstieg erfolgt im Zuge des Verkaufs des Unternehmens an Bain Capital.

Partners Group steigt bei Gong cha aus
Bubble Teas gelten als Zucker- und Kalorienbomben. (Foto: Ching cha)

Die Zuger Partners Group steigt nach rund sieben Jahren beim taiwanesischen Bubble-Tea-Produzenten Gong cha aus. Der Innerschweizer Investor ist 2019 über ein Kreditpaket in der Höhe von 200 Millionen Dollar eingestiegen, um die Übernahme von Gong cha durch die Beteiligungsgesellschaft TA Associates zu finanzieren. Zusätzlich beteiligte sich Partners Group mit einer Minderheitsposition am Eigenkapital.

Jetzt kommt es zum Exit, wie Partners Group in einer Mitteilung schreibt. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass TA Associates einen Deal eingegangen ist, seine Beteiligung an Bain Capital zu veräussern. Damit verkauft Partners Group sowohl seine Private-Credit-Position als auch seine Minderheitsbeteiligung. Angaben zum Preis oder zur erzielten Rendite macht Partners Group nicht.

Gong cha hat in den vergangenen Jahren stark expandiert. Die Zahl der Filialen stieg innerhalb von sechs Jahren von rund 1000 auf knapp 2200. Gleichzeitig weitete das Unternehmen seine Präsenz von 17 auf 33 Länder aus. Nach eigenen Angaben verkauft Gong cha weltweit mehr als 150 Millionen Getränke pro Jahr.

Boomender Bubble-Tea-Markt

2006 wurde Gong cha gegründet. Das Unternehmen gilt als Pionier von sogenannten Bubble-Tea-Getränken. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Tee, Milch oder Fruchtsirup sowie kaubaren Einlagen wie Tapioka-Perlen. Der weltweite Markt für Bubble Tea hat im Jahr 2026 ein geschätztes Volumen von rund 3,6 bis 4,2 Milliarden US-Dollar und wächst rasant. Bubble Teas gelten als veritable Zucker- und Kalorienbomben.

Auch nach dem Ausstieg bei Gong cha bleibt Asien wichtig für Partners Group. Man suche nach weiteren Investitionsmöglichkeiten in Asien, da Kunden eine Diversifizierung weg von den USA anstreben würden, sagte Andrew Bellis, globaler Leiter des Bereichs Private Debt, letzte Woche in einem Interview mit Bloomberg.

Der Vermögensverwalter habe in Asien in den letzten 15 Jahren über 50 Private-Credit-Investitionen im Umfang von mehreren Milliarden Dollar getätigt. Der Grossteil der Investments sei in den letzten fünf bis sieben Jahren erfolgt.

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