Die LLB-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn deutlich gesteigert. Unter dem Strich verdiente die Liechtensteinische Landesbank 105 Millionen Franken. Das sind 15,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Getrieben wurde das Ergebnis vor allem durch tiefere Kosten, insbesondere beim Personal und durch den Wegfall von Integrationskosten.
Der Geschäftsertrag legte nur leicht um 0,9 Prozent auf 315,5 Millionen Franken zu. Das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft wuchs um 5,9 Prozent. Das Zinsengeschäft war rückläufig. Die Bank bildete Rückstellungen für die Risikovorsorge in der Höhe von 4,7 Millionen Franken. Insgesamt reduzierte sich der Geschäftsaufwand um 6,8 Prozent auf 190,6 Millionen Franken. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 65,7 auf 59,5 Prozent.
Die Netto-Neugeld-Zuflüsse erreichten 2,2 Milliarden Franken, nach 1,4 Milliarden Franken im Vorjahr. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 4,1 Prozent. Die Zuflüsse verteilten sich laut LLB auf beide Marktdivisionen sowie die Buchungszentren Liechtenstein, Schweiz und Österreich. Die Kundenvermögen erreichten mit 115 Milliarden Franken einen neuen Höchststand.
Zusammen mit dem Kreditgeschäft stieg das gesamte Geschäftsvolumen erstmals auf 132 Milliarden Franken. Gegenüber Ende 2025 entspricht dies einem Plus von 5 Prozent. Die Bank hat ihr Kreditgeschäft im ersten Halbjahr wieder ausgebaut. Die Net New Loans im ersten Halbjahr beliefen sich auf 211 Millionen Franken. Im Vorjahr waren sie noch um 239 Millionen Franken geschrumpft. Die Tier-1-Ratio lag zur Jahresmitte bei 18,5 Prozent.
Seit knapp einem Jahr ist Christoph Reich CEO der Gruppe. Er folgte auf Gabriel Brenna, der zur Raiffeisen wechselte.