LGT erweist sich als Neugeld-Magnet

Die Liechtensteiner Fürstenbank hat im ersten Halbjahr 12,3 Milliarden Franken an Neugeldern angezogen. Die verwalteten Vermögen erreichten einen neuen Rekord. Der Gewinn steigt um 17 Prozent. 

LGT erweist sich als Neugeld-Magnet
LGT-Chairman: Prinz Max von Liechtenstein. (Bild: LGT)

Die LGT setzt ihren Wachstumskurs fort. Im ersten Halbjahr 2026 flossen der Bankengruppe netto 12,3 Milliarden Franken an neuen Kundengeldern zu. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 6,4 Prozent, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Sowohl das Private Banking als auch das Asset Management trugen zu den Zuflüssen bei.

Die verwalteten Vermögen stiegen gegenüber Ende 2025 um 7 Prozent auf 412,6 Milliarden Franken. Damit überschritt die LGT erstmals die Marke von 400 Milliarden Franken und erreichte einen neuen Höchststand. Neben dem Neugeld trugen eine positive Markt- und Anlageperformance sowie Währungseffekte zum Anstieg bei.

Auch beim Gewinn legte die Bankengruppe deutlich zu. Unter dem Strich verdiente die LGT im ersten Halbjahr 281,6 Millionen Franken. Das sind 17 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Der Bruttoerfolg erhöhte sich um 5 Prozent auf 1,49 Milliarden Franken. Wichtigster Ertragspfeiler blieb das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der entsprechende Erfolg stieg um 7 Prozent auf 1,0 Milliarden Franken. Die LGT führt dies vor allem auf die höheren verwalteten Vermögen und die Kundenaktivität zurück.

Das Handelsgeschäft und der sonstige Ertrag legten um 1 Prozent auf 325,9 Millionen Franken zu. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank dagegen um 2 Prozent auf 156,6 Millionen Franken.

Kosten wachsen langsamer als die Erträge

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich lediglich um 2 Prozent auf 1,09 Milliarden Franken und damit weniger stark als die Erträge. Der Personalaufwand stieg ebenfalls um 2 Prozent auf 867 Millionen Franken. Gegenüber Ende 2025 nahm die Zahl der Vollzeitstellen um 62 zu.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 76,8 Prozent Ende 2025 auf 73,3 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag Ende Juni bei 18 Prozent.

Nach den Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre will die LGT nun vor allem ihre Position in den bestehenden Märkten stärken und Synergien sowie Skaleneffekte nutzen. Weitere Expansionsschritte stehen damit vorerst weniger im Vordergrund. «Die LGT ist für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich, wobei das geopolitische Umfeld und die Bedingungen an den Finanzmärkten schwer abschätzbar bleiben», schreibt die Bank in einer Mitteilung.

Der Chairman von LGT, Prinz Max von und zu Liechtenstein, sagte: «Mit dem sehr guten Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 setzen wir den erfolgreichen Kurs der LGT fort. Nach den gezielten Wachstumsinvestitionen der letzten Jahre liegt unser Fokus darauf, unsere weltweite Präsenz in den bestehenden Märkten zu festigen und die Vorteile unserer internationalen Plattform konsequent zu nutzen.»

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