BLKB vor Rückgabe der Radicant-Banklizenz

Die Basellandschaftliche Kantonalbank konnte im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn steigern. Radicant-Abenteuer steht vor Abschluss. ++++ weitere News.

BLKB vor Rückgabe der Radicant-Banklizenz
Radicant bald Geschichte bei der BLKB. (Bild: HO)

Das teure Experiment mit der Onlinebank Radicant steht vor dem Abschluss. Wie die Konzernmutter BLKB mit den Halbjahreszahlen mitteilt, verlaufe der im vergangenen Jahr angekündigte Rückbau der Radicant AG «planmässig». Für sämtliche Kunden seien im Frühjahr Anschlusslösungen gefunden worden.

Die verbliebenen Mitarbeitenden bereiten nun unter anderem die Rückgabe der Banklizenz vor. Wie man aus dem Innern der Bank hört, habe es Verzögerungen gegeben, weil ein einziger Kunde sich geweigert habe, die Bank zu verlassen.

Die BLKB erhöhte den Halbjahresgewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 5,3 Prozent auf 96,5 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag der BLKB stieg in den ersten sechs Monaten um 4,2 Prozent auf 248,9 Millionen Franken.

Zulegen konnte die Bank im Zinsengeschäft. Der Nettoerfolg stieg um 3,3 Prozent auf 177 Millionen Franken. Der Kommissionserfolg erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 49,5 Millionen Franken. Die verwalteten Vermögen nahmen seit Ende 2025 um 4,8 Prozent auf 30,8 Milliarden Franken zu. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 418,3 Millionen Franken.

Das Kreditvolumen lag Ende Juni bei 26,3 Milliarden Franken. Bei den Hypotheken verzeichnete die BLKB ein Wachstum von 0,7 Prozent. Dabei konzentrierte sich die Bank stärker auf das regionale Geschäft und reduzierte gleichzeitig die Ausleihungen ausserhalb der Region, schreibt die Bank.

Für das Gesamtjahr rechnet die BLKB in einem weiterhin von tiefen Zinsen geprägten Umfeld mit einem vergleichbaren Geschäftsgang wie im Vorjahr – unter Ausklammerung des damaligen Einmaleffekts.


St.Galler Kantonalbank steigert Gewinn und hebt Prognose an

Der Konzerngewinn der SGKB stieg um 5,1 Prozent auf 119,9 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Prozent zu. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich um 2,8 Prozent, der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 7,5 Prozent. Der Handelserfolg ging dagegen um 2,9 Prozent zurück.

Zulegen konnte die Bank bei den verwalteten Vermögen. Diese stiegen seit Jahresbeginn um 5,9 Prozent auf 76 Milliarden Franken. Das Netto-Neugeld beträgt 2,1 Milliarden Franken. Am meisten zum Zufluss trugen institutionellen Anleger sowie Privatkunden bei, heisst es in einer Mitteilung.

Auch das Kreditgeschäft wuchs weiter. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 502,8 Millionen auf 35,2 Milliarden Franken. Der Grossteil des Wachstums entfiel auf Hypotheken an Privatpersonen in den Kantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden.

Der Geschäftsaufwand nahm um 4,1 Prozent zu. Der Personalaufwand stieg überproportional um 6,5 Prozent. Der Sachaufwand stabil blieb. Die Bank erhöhte die Wertberichtigungen und Rückstellungen um 3,4 Millionen Franken.

Nach dem guten ersten Halbjahr hebt die SGKB ihre Prognose für 2026 an. Neu erwartet sie einen Konzerngewinn leicht über dem Vorjahresniveau. Voraussetzung seien stabile Zinsen, eine weiterhin positive Entwicklung der Aktienmärkte und keine Rezession der Schweizer Wirtschaft.

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