Greenwashing
Die Deutsche Bank und ihre Fondstochter DWS werden in der deutschen Finanzmetropole von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht. Hintergrund ist ein Verfahren wegen Greenwashing, das vor einer ehemaligen leitenden DWS-Angestellten initiiert wurde.
31. Mai 2022 • red.

Deutsche Strafverfolgungsbehörden durchsuchen am Dienstagvormittag die Büros der Deutschen Bank und ihrer Asset-Management-Tochter DWS. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Greenwashing-Vorwürfen gegen die DWS.

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber deutschen Medien bestätigte, stehen etwa 50 Beamte der Staatsanwaltschaft, der Bafin und des Bundeskriminalamts bei der Razzia im Einsatz. "Die Ermittlungen laufen seit Anfang des Jahres und richten sich noch gegen Unbekannt", sagte die Sprecherin zum Handelsblatt. Der Anfangsverdacht laute auf "Kapitalanlagebetrug".

Die Aktien von Deutscher Bank und DWS tauchten kurzzeitig um fast 5 Prozent. Die DWS sieht sich mit den Vorwürfen konfrontiert, seit ihre frühere Nachhaltigkeitsbeauftragte Desiree Fixler im August damit an die Öffentlichkeit ging. Darauf kam es zu Ermittlungen in den USA und Deutschland.