Die Zinserhöhung der Nationalbank lässt die Kassen der Retailbanken klingeln. So auch bei der Genfer Kantonalbank (BCGE). Der Nettozinsertrag der börsenkotierten Bank stieg im ersten Halbjahr auf 187 Millionen Franken gegenüber 133 Millionen Franken im Vorjahr. Das Zinsgeschäft macht damit bereits 65 Prozent des Gesamtertrags aus. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 58 Prozent.
Da die Kosten ebenfalls kräftig von 129 auf 141 Millionen Franken stiegen (+9,8 Prozent), aber bei weitem nicht so stark wie die Erträge, konnte die Bank die Cost-Income-Ratio auf 48,7 Prozent senken (55,8 Prozent vor einem Jahr). Unter dem Strich kletterte der Reingewinn im ersten Halbjahr um 49 Prozent auf 117 Millionen Franken.
Von den Turbulenzen bei der Credit Suisse konnte die Bank kaum profitieren. Die Einlagen der Bank stiegen im ersten Halbjahr lediglich um 2,7 Prozent oder rund 500 Millionen Franken auf knapp 20 Milliarden Franken.