Die UBS schraubt bei den Einstiegslöhnen von Investmentbankern. Wie Bloomberg berichtet, erhalten sogenannte Analysten in Zürich nach ihrer Beförderung zum Associate zunächst einen jährlichen Fixlohn von rund 155’000 Franken. Das sind 20’000 Franken weniger als bisher.
Dazu hat die Bank eine neue Hierarchiestufe mit dem Namen «Associate 0» eingeführt. Die Nachwuchsbanker bleiben sechs Monate auf dieser Stufe, bevor sie zum «Associate 1» aufsteigen. Dann erhöht sich ihr Fixlohn auf die bisherigen 175’000 Franken.
Offenbar schätzte die UBS-Führung den Lohnsprung vom Analysten zum Associate als zu gross ein. Zudem hatte die Grossbank im Jahr 2023 die Ausbildungszeit für Analysten von drei auf zwei Jahre verkürzt. Laut dem Bloomberg-Bericht (Abo) wurde die neue Lohnstruktur nicht nur in Zürich eingeführt, sondern auch in anderen europäischen Einheiten der UBS. Auch andere Banken sollen die Fixlöhne nach unten anpassen.
Offenbar kann sich die Bank die Kürzungen leisten. Der Jobmarkt für gut ausgebildete Berufseinsteiger ist schwieriger geworden. Zum einen schrumpft der Finanzplatz personell seit dem Verschwinden der Credit Suisse. Zum anderen setzen Unternehmen zunehmend auf KI, was die Jobchancen für Einsteiger zusätzlich schmälert.
Hinzu kommt, dass sich die Zahl der arbeitslosen Banker im Kanton Zürich gemäss Erhebungen von Tippinpoint auf einem historischen Höchststand befindet. Die UBS hat seit der Übernahme mehr als 20’000 Vollzeitstellen abgebaut. Die Bank wollte sich zu den Lohnkürzungen nicht äussern.