Swiss Prime Site greift nach den Immobilienmilliarden der Pensionskassen

Der Immobilienkonzern hat grosse Pläne im Asset Management und will bis 2030 einen Marktanteil von 15 Prozent bei PK-Immobilienanlagen erreichen. Gleichzeitig übernimmt er den Bürodienstleister FlexOffice vollständig.

Swiss Prime Site greift nach den Immobilienmilliarden der Pensionskassen
Gehört zum Portfolio von Swiss Prime Site: Das frühere Warenhaus Jelmoli. Foto: Roland Fischer, Wikipedia.

Swiss Prime Site (SPS) hat grosse Pläne im Geschäft mit den Schweizer Pensionskassen. Bis 2030 will der Immobilienkonzern einen Marktanteil von rund 15 Prozent an deren Immobilienanlagen erreichen. Das gab das Unternehmen am Montag anlässlich seines Capital Markets Day in Zürich bekannt.

Bereits heute betreut Swiss Prime Site Solutions, eine Tochtergesellschaft, rund 650 Schweizer Pensionskassen. Insgesamt zählt sie mehr als 2600 Investoren. Nun will SPS davon profitieren, dass Pensionskassen vermehrt die Verwaltung ihrer Immobilienanlagen an externe Spezialisten auslagern. 

Die verwalteten Vermögen im Asset Management sollen von 14,3 Milliarden Franken Ende 2025 auf über 23 Milliarden Franken bis 2030 steigen. Das entspricht einem Wachstum von mehr als 60 Prozent. Die jährlichen Erträge sollen im gleichen Zeitraum von 83,6 Millionen auf über 130 Millionen Franken zulegen. Rund 70 Prozent davon sollen wiederkehrende Einnahmen sein.

FlexOffice wird vollständig übernommen

Auch im traditionellen Immobiliengeschäft setzt SPS auf Wachstum. Der Konzern übernimmt die restlichen Anteile am Schweizer Bürodienstleister FlexOffice und erhöht seine Beteiligung damit von 33 auf 100 Prozent. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

FlexOffice wurde 2015 gegründet und betreibt elf Standorte in Basel, Bern, Genf und Zürich. Das Unternehmen beschäftigt 25 Mitarbeitende und verfügt nach eigenen Schätzungen über einen Marktanteil von rund 20 Prozent bei flexiblen und bewirtschafteten Büroflächen. Für 2027 wird ein Umsatz von mehr als 20 Millionen Franken erwartet.

Ein weiteres Wachstumsfeld sieht der Konzern im Gesundheitssektor. Bis 2030 soll der Anteil der Mieterträge aus diesem Bereich von derzeit 7 auf rund 10 Prozent steigen. Dazu sollen bestehende Büroflächen umgenutzt und weitere Liegenschaften erworben werden. In Basel hat SPS bereits eine vollständig vermietete Liegenschaft mit Gesundheits- und Büronutzungen gekauft.

Gewinnprognose angehoben

Gleichzeitig erhöht SPS die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Der operative Gewinn vor Neubewertungen soll neu 4.30 bis 4.35 Franken je Aktie erreichen, nach bisher 4.25 bis 4.30 Franken. Die Leerstandsquote soll bis Ende 2026 auf rund 3,5 Prozent sinken.

Bis 2030 strebt der Konzern eine Steigerung des operativen Gewinns je Aktie um mehr als 15 Prozent gegenüber der aktuellen Prognose für 2026 an. Die jährlichen Mieterträge sollen von 456,8 Millionen Franken im Jahr 2025 auf über 530 Millionen Franken steigen.

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